Ausbildung, Studium oder Weiterbildung – welcher Weg passt?
Ein Studium bietet die umfassendste akademische Qualifikation und ist für den Weg zur geschützten Berufsbezeichnung Innenarchitekt erforderlich. Eine Berufsausbildung vermittelt je nach Fachrichtung handwerkliche, gestalterische oder kaufmännische Praxis. Eine Weiterbildung eignet sich besonders für Berufstätige und Quereinsteiger, die Interior-Design-Kompetenzen gezielt ergänzen möchten. Entscheidend sind Berufsziel, Zeitrahmen, Vorkenntnisse und gewünschter Verantwortungsbereich.
Drei Bildungswege mit unterschiedlichen Zielen
Wer Interior Design lernen möchte, stößt auf Studiengänge, Berufsausbildungen, private Bildungsangebote und berufsbegleitende Zertifikatslehrgänge. Die Bezeichnungen klingen teilweise ähnlich, führen aber nicht zum gleichen Abschluss und nicht zu denselben beruflichen Möglichkeiten.
Die wichtigste Frage lautet deshalb nicht: Welcher Weg ist grundsätzlich der beste? Entscheidend ist: Welcher Weg passt zu meinem beruflichen Ziel?
Ein Schulabgänger mit dem Wunsch, später als eingetragener Innenarchitekt zu arbeiten, braucht einen anderen Bildungsweg als eine erfahrene Raumausstatterin, die ihre Leistungen um Grundrissplanung und Raumkonzepte erweitern möchte. Ein Mitarbeiter im Möbelhaus benötigt möglicherweise keine mehrjährige akademische Ausbildung, sondern eine gezielte Verbindung aus Raumplanung, Handskizze, Farbe, Material und Licht.
Vor der Entscheidung sollten vier Punkte geklärt werden:
Welche Tätigkeit wird angestrebt?
Welche Vorkenntnisse sind vorhanden?
Wie viel Zeit steht zur Verfügung?
Welche Berufsbezeichnung oder fachliche Verantwortung ist später relevant?
Einen allgemeinen Überblick über mögliche Einstiege bietet der Beitrag „Wie wird man Interior Designer?“.
Weg 1: Studium
Ein Studium ist der umfassendste der drei Bildungswege. Je nach Studiengang verbindet es gestalterische, technische, theoretische und wissenschaftliche Inhalte.
Mögliche Studienrichtungen sind:
Innenarchitektur
Interior Design
Raumdesign
Architektur
Szenografie
Ausstellungsdesign
Möbel- und Produktdesign
verwandte gestalterische Studiengänge
Die Bezeichnung des Studiengangs allein reicht für die Beurteilung nicht aus. Hochschulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Einige Programme arbeiten stark architektonisch und technisch, andere konzentrieren sich stärker auf Gestaltung, Szenografie, Möbel oder digitale Darstellung.
Typische Studieninhalte können sein:
Entwurf
Konstruktion
Baugeschichte
Gestaltungstheorie
Raumwahrnehmung
Materialkunde
Licht
Gebäudetechnik
Modellbau
technisches Zeichnen
digitale Planung
Projektarbeit
wissenschaftliches Arbeiten
Ein Studium verlangt mehrere Jahre Zeit und einen erheblichen Arbeitsaufwand. Dafür bietet es eine breite fachliche Vertiefung und kann den Zugang zu Tätigkeiten eröffnen, die über klassische Einrichtungsberatung hinausgehen.
Wann ist ein Innenarchitekturstudium erforderlich?
Die Berufsbezeichnungen „Innenarchitektin“ und „Innenarchitekt“ sind in Deutschland gesetzlich geschützt. Sie dürfen grundsätzlich nur von Personen geführt werden, die in die Architektenliste einer Landesarchitektenkammer eingetragen sind.
Für die Eintragung gelten gesetzliche Voraussetzungen. Dazu gehören ein geeigneter Hochschulabschluss, eine vorgeschriebene Berufspraxis und weitere Anforderungen der zuständigen Kammer. Die konkreten Bedingungen können sich nach Bundesland unterscheiden.
Wer dieses Berufsziel verfolgt, sollte bereits vor der Bewerbung bei einer Hochschule prüfen:
Ist der Studiengang grundsätzlich kammerfähig?
Welche Studiendauer ist erforderlich?
Welche Praxiszeiten müssen nachgewiesen werden?
Welche Anforderungen stellt die zuständige Landesarchitektenkammer?
Welche zusätzlichen Fortbildungen werden verlangt?
Nicht jeder Studiengang mit „Interior Design“ im Namen führt automatisch zur Eintragung als Innenarchitekt.
Der Beitrag „Was ist der Unterschied zwischen Interior Design und Innenarchitektur?“ erklärt die Abgrenzung der Tätigkeitsfelder und Berufsbezeichnungen ausführlicher.
Für wen eignet sich ein Studium?
Ein Studium passt besonders zu Menschen, die:
eine umfassende akademische Ausbildung suchen,
sich intensiv mit Entwurf und Planung beschäftigen möchten,
mehrere Jahre Ausbildungszeit einplanen können,
technische und theoretische Inhalte vertiefen wollen,
möglicherweise die Kammerfähigkeit anstreben,
später komplexere Planungsaufgaben bearbeiten möchten,
den klassischen Hochschulweg bevorzugen.
Es ist nicht automatisch die beste Lösung für Berufstätige, die vorhandene Kenntnisse gezielt ergänzen möchten. Aufwand und Ziel müssen zueinander passen.
Was ein Studium nicht automatisch garantiert
Auch ein Hochschulabschluss ersetzt keine berufliche Erfahrung. Absolventen benötigen praktische Projekte, Kontakte und häufig ein überzeugendes Portfolio. Zudem muss geprüft werden, welche rechtlichen Möglichkeiten tatsächlich mit dem konkreten Studienabschluss verbunden sind.
Ein Studium bietet Tiefe und Breite, ist aber kein automatisches Versprechen für eine bestimmte Position, ein bestimmtes Einkommen oder eine erfolgreiche Selbstständigkeit.

Weg 2: Berufsausbildung
Eine einzelne staatlich geregelte duale Ausbildung mit der allgemeinen Berufsbezeichnung „Interior Designer“ gibt es nicht. Es existieren jedoch mehrere Ausbildungsberufe, die wertvolle Grundlagen für die spätere Tätigkeit im Interior Design schaffen.
Dazu können gehören:
Raumausstatter
Tischler
Gestalter für visuelles Marketing
Bauzeichner
technische Produktdesigner
Kaufleute im Möbel-, Küchen- oder Einrichtungshandel
weitere handwerkliche und gestalterische Berufe
Die Inhalte unterscheiden sich je nach Beruf erheblich. Eine handwerkliche Ausbildung vermittelt andere Stärken als eine kaufmännische oder zeichnerische Ausbildung.
Raumausstattung als Grundlage
Raumausstatter arbeiten unmittelbar mit Innenräumen, Materialien und handwerklicher Umsetzung. Typische Kenntnisse betreffen unter anderem:
Bodenbeläge
Wandbekleidungen
Stoffe
Polsterarbeiten
Sonnen- und Sichtschutz
Materialverarbeitung
Aufmaß
Kundenberatung
praktische Umsetzung
Diese Kenntnisse sind für Interior Design sehr wertvoll. Ergänzt werden müssen häufig Funktionsplanung, freie Grundrissentwicklung, Perspektive, umfassende Lichtkonzepte und die Präsentation vollständiger Raumideen.
Tischlerei und Möbelbau
Tischler besitzen ein ausgeprägtes Verständnis für Konstruktion, Maße, Materialien und Details. Sie wissen, wie Einbauten und Möbel tatsächlich hergestellt werden.
Für Interior Design kommen weitere Ebenen hinzu:
Nutzeranalyse
Funktionszonen
Raumwirkung
Farbkonzept
Licht
lose Möblierung
textile Elemente
Präsentation
Die Verbindung aus handwerklicher Umsetzbarkeit und räumlichem Entwurf kann ein starkes berufliches Profil ergeben.
Möbelhandel und Küchenplanung
Kaufmännische Ausbildungswege und praktische Erfahrung im Möbelhandel schaffen Kenntnisse in Beratung, Verkauf, Produkten und Kundenbedürfnissen.
Interior Design erweitert diese Grundlage um:
freie Raumplanung
Laufwege und Ergonomie
Proportionen
Handskizze
Farbe und Material
Lichtgestaltung
ganzheitliche Präsentation
Ein Möbelstück wird dadurch nicht mehr nur als Produkt betrachtet, sondern als Teil einer vollständigen räumlichen Lösung.
Visuelles Marketing und Dekoration
Gestalter für visuelles Marketing verfügen häufig über Erfahrung mit Inszenierung, Kundenführung, Farbe und Präsentation. Diese Fähigkeiten lassen sich auf Innenräume übertragen.
Dauerhafte Nutzung, ergonomische Anforderungen, Maßstab, Stauraum und technische Rahmenbedingungen benötigen jedoch zusätzliche Aufmerksamkeit. Eine temporäre Verkaufsinszenierung stellt andere Anforderungen als ein langfristig genutzter Wohn- oder Arbeitsraum.
Vorteile einer Berufsausbildung
Eine Ausbildung schafft praktische Erfahrung und einen geregelten Berufsabschluss. Viele Absolventen kennen Materialien, Kunden und betriebliche Abläufe bereits aus dem Alltag.
Weitere Vorteile sind:
früher Kontakt zur Berufspraxis
praktische Anwendung
Erfahrung mit realen Kunden
Einblick in betriebliche Prozesse
Kenntnisse über Produkte oder Verarbeitung
anerkannter Berufsabschluss
mögliche Grundlage für spätere Spezialisierung
Grenzen einer einzelnen Ausbildung
Keine der genannten Ausbildungen deckt automatisch sämtliche Bereiche des Interior Designs ab. Ein Raumausstatter arbeitet anders als ein Grundrissplaner, ein Tischler anders als ein Farbberater und ein Möbelverkäufer anders als ein Visualisierer.
Wer später vollständige Raumkonzepte entwickeln möchte, muss prüfen, welche Kompetenzen ergänzt werden sollten.
Der Beitrag „Welche Fähigkeiten benötigen Interior Designer?“ bietet dafür eine Übersicht über planerische, zeichnerische, gestalterische und kommunikative Anforderungen.
Ausbildung plus Weiterbildung
Für viele Berufstätige ist die Kombination besonders sinnvoll:
Ausbildungsberuf
+
Berufspraxis
+
gezielte Interior-Design-Weiterbildung
=
erweitertes berufliches Profil
Eine Raumausstatterin muss ihr vorhandenes Materialwissen nicht noch einmal von Grund auf lernen. Sie kann sich stärker auf Grundriss, Handskizze, Licht und Präsentation konzentrieren.
Ein Mitarbeiter im Möbelhaus bringt Beratung und Produktkenntnisse mit. Die Weiterbildung ergänzt Raumverständnis, Perspektive und den Aufbau vollständiger Konzepte.
Diese Verbindung ist häufig praxisnäher als ein vollständiger Neustart.
Die Bedeutung des Portfolios
Auch mit einem anerkannten Ausbildungsabschluss sollten Interior-Design-Arbeiten sichtbar gemacht werden. Das Portfolio zeigt, welche neuen Kompetenzen zusätzlich zur bisherigen Tätigkeit entstanden sind.
Dazu gehören:
Analyse eines Raumes
Grundrissvarianten
Handskizzen
Farb- und Materialkonzept
Lichtidee
Möblierung
Visualisierung
nachvollziehbare Begründung
Das Portfolio verbindet die vorhandene Berufsqualifikation mit dem neuen gestalterischen Schwerpunkt.
Weg 3: Weiterbildung
Eine Weiterbildung richtet sich häufig an Menschen, die bereits einen Schul- oder Berufsabschluss besitzen und ihr fachliches Profil erweitern möchten. Sie ist besonders interessant, wenn ein mehrjähriges Vollzeitstudium nicht zum aktuellen Lebensabschnitt passt.
Geeignete Zielgruppen sind beispielsweise:
Raumausstatter
Tischler
Mitarbeiter im Möbelhandel
Küchenplaner
Immobilienmakler
Home-Stager
Beschäftigte in Planungsbüros
Gestalter für visuelles Marketing
kreative Selbstständige
berufliche Quereinsteiger
Der Beitrag „Interior Design für Quereinsteiger“ zeigt, welche Erfahrungen aus unterschiedlichen Berufen übernommen und welche Kenntnisse neu aufgebaut werden können.
Was sollte eine Weiterbildung leisten?
Eine fundierte Weiterbildung darf sich nicht auf Stilrichtungen, Dekoration und schöne Bildwelten beschränken. Sie sollte den vollständigen Entwurfsweg vermitteln.
Dazu gehören:
Raumanalyse
Bedarfsplanung
Aufmaß
Grundriss und Maßstab
Funktionszonen
Laufwege
Handskizze
Perspektive
Proportionen
Farbe
Material
Licht
Möbel und Stauraum
Moodboard
Präsentation
digitale Visualisierung
reflektierter Einsatz von KI
Die einzelnen Inhalte müssen in Projekten zusammengeführt werden. Ein Grundriss ohne Materialkonzept bleibt unvollständig. Eine Visualisierung ohne maßstäbliche Planung ist nicht belastbar.
Für wen eignet sich eine Weiterbildung?
Eine Weiterbildung passt besonders, wenn:
Interior Design den bisherigen Beruf ergänzen soll,
ein Quereinstieg geplant wird,
der Lernweg berufsbegleitend organisiert werden muss,
bereits verwertbare Vorkenntnisse vorhanden sind,
gezielt ein Portfolio aufgebaut werden soll,
praktische Kompetenzen im Mittelpunkt stehen,
keine geschützte Berufsbezeichnung angestrebt wird.
Wer den nicht akademischen Weg genauer prüfen möchte, findet im Beitrag „Interior Design ohne Studium lernen“ eine ausführliche Orientierung.
Weiterbildung ist nicht gleich Weiterbildung
Die Angebote unterscheiden sich bei Umfang, Betreuung, Abschluss und Praxisanteil deutlich.
Vor der Anmeldung sollten Interessierte prüfen:
Ist der Lehrplan vollständig beschrieben?
Wie viele Unterrichtsstunden umfasst der Lehrgang?
Gibt es feste Live-Termine?
Werden Grundrisse und Zeichnungen persönlich korrigiert?
Arbeiten die Teilnehmenden an eigenen Projekten?
Gehört Handskizze zum Unterricht?
Werden reale Materialien eingesetzt?
Wie qualifiziert sind die Lehrenden?
Welche Form besitzt der Leistungsnachweis?
Wird ein Portfolio aufgebaut?
Wie wird der Abschluss bezeichnet?
Werden berufliche Möglichkeiten realistisch eingeordnet?
Ein reiner Selbstlernkurs kann einen Einstieg bieten. Für Entwurf, Zeichnung und Projektentwicklung ist direkter Austausch jedoch besonders wertvoll.
Online, Präsenz oder hybrid?
Auch die Unterrichtsform beeinflusst den Lernerfolg. Onlineunterricht ermöglicht die Teilnahme aus unterschiedlichen Regionen. Präsenz erleichtert Materialerfahrung und unmittelbare Zeichenkorrektur. Ein hybrides Format kann beide Stärken verbinden.
Der Vergleich „Interior Design online oder in Präsenz lernen?“ hilft bei der Wahl eines passenden Formats.
Wichtiger als das technische Etikett sind:
feste Termine
erreichbare Lehrende
persönliche Rückmeldungen
überschaubare Gruppen
praktische Projekte
regelmäßiger Austausch
sinnvoll aufeinander aufbauende Inhalte
Was bedeutet ein IHK-Zertifikatslehrgang?
Ein IHK-Zertifikatslehrgang ist eine strukturierte berufliche Weiterbildung mit einem vorgesehenen lehrgangsinternen Leistungsnachweis. Nach erfolgreicher Teilnahme wird ein IHK-Zertifikat vergeben.
Das IHK-Zertifikat ist:
ein Weiterbildungsnachweis,
kein Hochschulabschluss,
kein öffentlich-rechtliches IHK-Prüfungszeugnis,
keine staatliche Berufszulassung,
keine Personenzertifizierung und
keine Berechtigung zum Führen der Bezeichnung Innenarchitekt.
Die ausführliche Einordnung steht im Beitrag „Was bringt ein IHK-Zertifikat im Interior Design?“.
Studium oder Weiterbildung?
Diese Entscheidung hängt vor allem vom Ziel ab.
Ein Studium passt eher, wenn:
eine umfassende akademische Ausbildung gewünscht ist,
mehrere Jahre zur Verfügung stehen,
technische und theoretische Inhalte vertieft werden sollen,
möglicherweise die Kammerfähigkeit angestrebt wird.
Eine Weiterbildung passt eher, wenn:
bereits Berufserfahrung vorhanden ist,
der Lernweg berufsbegleitend sein muss,
gezielt Interior-Design-Kompetenzen ergänzt werden sollen,
der Schwerpunkt auf praktischer Anwendung liegt,
keine geschützte Berufsbezeichnung angestrebt wird.
Die Weiterbildung ist kein verkürztes Innenarchitekturstudium. Sie erfüllt einen anderen Zweck.
Ausbildung oder Weiterbildung?
Eine Berufsausbildung schafft einen grundlegenden Berufsabschluss und dauert entsprechend länger. Sie eignet sich besonders am Beginn des Berufslebens oder bei einer vollständigen beruflichen Neuorientierung.
Eine Weiterbildung baut häufig auf vorhandenen Kenntnissen auf. Sie kann deshalb gezielter und kompakter sein.
Eine bereits ausgebildete Raumausstatterin benötigt beispielsweise keine zweite Grundausbildung, sondern eine Erweiterung um Entwurf, Grundriss, Perspektive und Präsentation.
Was zählt am Arbeitsmarkt?
Abschlussbezeichnungen helfen bei der ersten Einordnung. Für gestalterische Tätigkeiten werden zusätzlich praktische Fähigkeiten und Arbeitsproben betrachtet.
Wichtig sind:
vorhandener Berufsabschluss
relevante Berufserfahrung
Qualität des Portfolios
Grundrissverständnis
zeichnerische Fähigkeiten
Material- und Produktkenntnisse
digitale Kompetenzen
Kommunikation
Organisation
Passung zur konkreten Tätigkeit
Das Zertifikat oder Zeugnis öffnet das Gespräch. Das Portfolio zeigt, was tatsächlich geleistet werden kann.
Die IBKK-Perspektive: Weiterbildung mit klarer fachlicher Aufgabe
Das IBKK richtet seine Interior-Design-Weiterbildung an Menschen, die räumliche und gestalterische Kompetenzen strukturiert aufbauen oder erweitern möchten.
Im Mittelpunkt stehen:
Räume beobachten und analysieren
Funktionen und Nutzerbedürfnisse verstehen
Grundrisse entwickeln
maßstäblich planen
mit der Hand skizzieren
Perspektiven aufbauen
Farbe und Material verbinden
Lichtwirkungen berücksichtigen
Raumkonzepte präsentieren
digitale Werkzeuge und KI sinnvoll einsetzen
Die mehr als zwanzigjährige Erfahrung des IBKK in Kunst und Design bildet eine besondere Grundlage für das Zeichnen und die Entwicklung einer eigenen gestalterischen Sicherheit.
Der Lehrgang ist berufsbegleitend und hybrid angelegt. Feste Unterrichtstage, persönliche Projektbesprechungen und direkte Korrekturen schaffen einen verbindlichen Lernprozess. Die Teilnehmenden arbeiten nicht monatelang allein an einzelnen Modulen, sondern entwickeln ihre Projekte im regelmäßigen Austausch.
Der IHK-Zertifikatslehrgang ersetzt kein Studium. Er bietet einen anderen Bildungsweg: konzentriert, praxisbezogen und auf die berufliche Erweiterung vorhandener Fähigkeiten ausgerichtet.
Welche beruflichen Möglichkeiten aus Weiterbildung, Portfolio und Erfahrung entstehen, zeigt „Welche beruflichen Chancen bietet Interior Design?“.
Studium, Ausbildung oder Weiterbildung: Welcher Weg passt zu dir?
Das Video zum Nachlesen
Studium, Berufsausbildung und Weiterbildung führen zu unterschiedlichen Qualifikationen. Das Video zeigt, welcher Bildungsweg zu welchem Berufsziel, Zeitrahmen und persönlichen Ausgangspunkt passt.
Häufige Fragen zu den Bildungswegen im Interior Design
Braucht man für Interior Design ein Studium?
Nicht für jede Tätigkeit im Interior Design ist ein Studium erforderlich. Für die geschützte Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ beziehungsweise „Innenarchitekt“ gelten jedoch ein entsprechendes Studium, Berufspraxis und die Eintragung bei einer Architektenkammer.
Gibt es eine staatlich geregelte Ausbildung zum Interior Designer?
Eine einzelne duale Berufsausbildung mit der allgemeinen Bezeichnung „Interior Designer“ gibt es nicht. Verschiedene Ausbildungsberufe aus Handwerk, Gestaltung, Planung und Möbelhandel können jedoch geeignete Grundlagen schaffen.
Welche Ausbildung eignet sich als Grundlage?
Raumausstattung, Tischlerei, visuelles Marketing, Bauzeichnung, technische Gestaltung sowie kaufmännische Tätigkeiten im Möbel- oder Küchenhandel können anschlussfähig sein. Welche Ergänzungen nötig sind, hängt vom Ausbildungsberuf ab.
Kann eine Weiterbildung ein Studium ersetzen?
Eine Weiterbildung kann einen praxisorientierten Zugang zu bestimmten Tätigkeiten im Interior Design schaffen. Sie ersetzt kein Innenarchitekturstudium und führt nicht zur Kammerfähigkeit oder zur geschützten Berufsbezeichnung Innenarchitekt.
Für wen eignet sich eine Weiterbildung?
Sie eignet sich besonders für Berufstätige, Quereinsteiger und Menschen aus verwandten Branchen, die gezielt Raumplanung, Zeichnung, Farbe, Material, Licht und Präsentation lernen möchten.
Was ist besser: Ausbildung oder Weiterbildung?
Eine Ausbildung schafft einen grundlegenden Berufsabschluss. Eine Weiterbildung ergänzt meist bereits vorhandene Kenntnisse. Welcher Weg sinnvoller ist, hängt von Lebenssituation, Berufserfahrung und Zielsetzung ab.
Was ist besser: Studium oder Weiterbildung?
Ein Studium bietet eine umfassende akademische Qualifikation und kann für bestimmte Berufsziele erforderlich sein. Eine Weiterbildung ist kompakter und stärker auf die Ergänzung vorhandener Kompetenzen ausgerichtet.
Kann man nach einer Weiterbildung selbstständig arbeiten?
Eine Weiterbildung kann fachliche Grundlagen schaffen. Für die Selbstständigkeit werden zusätzlich praktische Erfahrung, Portfolio, kaufmännisches Wissen, klare Verträge, Versicherungen und eine transparente Leistungsbeschreibung benötigt.
Welche Rolle spielt das Portfolio?
Das Portfolio zeigt die praktische Anwendung der erworbenen Kenntnisse. Es sollte Analyse, Grundriss, Skizzen, Farb- und Materialkonzept, Lichtidee und Visualisierung enthalten.
Was bedeutet ein IHK-Zertifikat?
Ein IHK-Zertifikat dokumentiert die erfolgreiche Teilnahme an einem IHK-Zertifikatslehrgang mit dem vorgesehenen lehrgangsinternen Leistungsnachweis. Es ist kein Hochschulabschluss und kein öffentlich-rechtliches IHK-Prüfungszeugnis.
Ist ein Onlinekurs eine Weiterbildung?
Ein Onlinekurs kann eine Weiterbildung sein. Entscheidend sind Umfang, Lehrplan, Betreuung, praktische Aufgaben und Abschluss. Reine Videomodule ohne Projektkorrektur sind für zeichnerische und planerische Inhalte häufig nicht ausreichend.
Welche Entscheidung ist für Quereinsteiger sinnvoll?
Quereinsteiger sollten zunächst ihre vorhandenen Kenntnisse und ihr Berufsziel prüfen. Anschließend lässt sich entscheiden, ob eine kompakte Weiterbildung genügt oder eine umfassendere Ausbildung beziehungsweise ein Studium erforderlich ist.
Fazit: Nicht der längste, sondern der passende Weg entscheidet
Studium, Berufsausbildung und Weiterbildung erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ein Studium bietet die größte akademische Breite und ist für den Weg zur geschützten Berufsbezeichnung Innenarchitekt erforderlich. Eine Berufsausbildung schafft praktische und anerkannte Grundlagen in einem konkreten Beruf. Eine Weiterbildung erweitert vorhandene Erfahrungen gezielt um Interior-Design-Kompetenzen.
Der passende Weg ergibt sich aus Berufsziel, Vorkenntnissen, verfügbarer Zeit und gewünschter Verantwortung. Abschlussbezeichnung und Dauer allein reichen für die Entscheidung nicht aus. Lehrinhalte, praktische Projekte, Betreuung und spätere Tätigkeitsmöglichkeiten müssen gemeinsam betrachtet werden.

Der Autor:
Andreas M. Modzelewski
Andreas M. Modzelewski ist Diplom-Designer, ausgebildeter Bauzeichner, Autor und Direktor des IBKK Design- und Kunstzentrums. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassen Interior Design, Raumkonzeption, perspektivisches Zeichnen, räumliche Visualisierung, visuelle Kommunikation und kreative Entwurfsmethoden.
Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher zu Architekturzeichnung, Interior-Zeichnung, Koloration und Zeichentechniken.
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Interior Design praktisch lernen
In der dreimonatigen, berufsbegleitenden Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ lernst du, funktionale und atmosphärische Raumkonzepte zu entwickeln – von der Raumanalyse und der ersten Handskizze über Farbe, Material und Licht bis zur KI-gestützten Visualisierung und professionellen Präsentation.
Der Lehrgang umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Du kannst live am IBKK in Bochum oder online über Microsoft Teams teilnehmen. Die Gruppe ist auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, damit Zeichnungen und Projekte persönlich besprochen und fachlich begleitet werden können.

Interior Design weiter erkunden

Die Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ersetzt kein Studium der Innenarchitektur und berechtigt nicht zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“. Der Lehrgang endet mit einem lehrgangsinternen Kompetenznachweis und einem IHK-Zertifikat, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfung.




