RE:MAKE – ALTE MEISTER NEU GEDACHT
Was geschieht, wenn die Bildwelten Alter Meister auf die Gegenwart treffen? „Re:make – Alte Meister neu gedacht“ lädt Künstler:innen dazu ein, bekannte Werke, Motive und Kompositionen der Kunstgeschichte aus heutiger Perspektive neu zu interpretieren. Zwischen Hommage und bewusster Veränderung entstehen zeitgenössische Arbeiten, die kunsthistorische Vorbilder aufgreifen, transformieren und in einen neuen Kontext stellen.

ALTE MEISTER NEU SEHEN – ZWISCHEN ORIGINAL UND NEUINTERPRETATION
Die Kunstgeschichte ist voller Bilder, die unser kulturelles Gedächtnis geprägt haben. Kompositionen, Gesten, Figuren und Motive Alter Meister begegnen uns bis heute – in Museen und Büchern ebenso wie in Werbung, Fotografie, Film und digitaler Bildkultur.
„Re:make – Alte Meister neu gedacht“ nimmt diese Werke zum Ausgangspunkt für neue künstlerische Perspektiven. Die beteiligten Künstler:innen greifen historische Vorbilder auf, zitieren einzelne Elemente, verändern bekannte Kompositionen oder übertragen sie in unsere Gegenwart.
Dabei geht es nicht um die möglichst perfekte Kopie. Im Mittelpunkt steht die Frage, was geschieht, wenn ein historisches Kunstwerk aus heutiger Sicht neu gedacht wird.
ZWISCHEN HOMMAGE, ZITAT UND KÜNSTLERISCHER FREIHEIT
Ein Meisterwerk neu zu interpretieren bedeutet, sich mit seinem Original auseinanderzusetzen – und gleichzeitig den Mut zu haben, sich davon zu lösen.
Welche Elemente machen ein bekanntes Werk unverwechselbar? Was lässt sich verändern, ohne dass seine Herkunft verloren geht? Und wie verändert sich seine Bedeutung, wenn Figuren, Symbole, Farben oder gesellschaftliche Zusammenhänge aus heutiger Perspektive betrachtet werden?
Die Arbeiten in „Re:make“ bewegen sich bewusst zwischen Wiedererkennen und Irritation. Kunsthistorische Referenzen treffen auf individuelle Handschriften und zeitgenössische Ausdrucksformen.
So wird aus der Auseinandersetzung mit den Alten Meistern kein Blick zurück, sondern ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Kunstgeschichte neu entdecken!

WARUM UNS ALTE MEISTER BIS HEUTE INSPIRIEREN
Warum beschäftigen sich Künstler:innen der Gegenwart noch immer mit Werken, die vor Jahrhunderten entstanden sind?
Weil große Kunst immer wieder neue Fragen zulässt.
Themen wie Identität, Schönheit, Macht, Vergänglichkeit, Liebe, Religion, Gesellschaft oder der menschliche Körper haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Was sich verändert hat, ist unsere Perspektive darauf.
Genau hier setzt „Re:make“ an. Historische Bildwelten werden nicht als abgeschlossen betrachtet, sondern als Material für neue Interpretationen. Durch Veränderung, Überzeichnung, Reduktion oder Neuinszenierung können vertraute Motive plötzlich eine vollkommen andere Bedeutung erhalten.
Die Ausstellung zeigt damit, dass Kunstgeschichte nicht stillsteht. Jede Generation kann Bilder neu lesen, hinterfragen und weitererzählen.
KUNSTGESCHICHTE TRIFFT ZEITGENÖSSISCHE KUNST
Ein Re:make übernimmt nicht einfach ein bestehendes Werk. Es setzt sich damit auseinander.
Die künstlerische Neuinterpretation kann einzelne Motive zitieren, Figuren ersetzen, historische Situationen in die Gegenwart übertragen oder bewusst mit Stil, Technik und Bildsprache des Originals brechen.
Gerade dieser Abstand eröffnet neue Perspektiven: Was verändert sich, wenn eine jahrhundertealte Bildidee mit heutigen gesellschaftlichen Erfahrungen zusammentrifft? Welche Bedeutung erhalten historische Rollenbilder in der Gegenwart? Und wie viel vom Original muss erhalten bleiben, damit wir es noch erkennen?
„Re:make – Alte Meister neu gedacht“ versteht Kunstgeschichte deshalb als lebendigen Dialog. Die ausgestellten Arbeiten zeigen, wie aus der Begegnung mit historischen Vorbildern neue, eigenständige zeitgenössische Kunst entstehen kann.
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HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN (FAQ)
Was zeigt die Ausstellung „Re:make – Alte Meister neu gedacht“?
„Re:make – Alte Meister neu gedacht“ zeigt zeitgenössische Neuinterpretationen von Werken und Motiven Alter Meister. Künstler:innen greifen kunsthistorische Vorbilder auf und übertragen sie mit eigenen Techniken, Ideen und Perspektiven in die Gegenwart.
Was bedeutet „Alte Meister“ in der Kunst?
Als Alte Meister werden bedeutende Künstler vergangener kunsthistorischer Epochen und ihre Werke bezeichnet. Ihre Malereien und Bildwelten prägen die europäische Kunstgeschichte bis heute und dienen auch zeitgenössischen Künstler:innen immer wieder als Inspiration und Ausgangspunkt neuer Arbeiten.
Sind die ausgestellten Arbeiten Kopien bekannter Meisterwerke?
Nein. Im Mittelpunkt von „Re:make“ steht nicht das reine Kopieren, sondern die künstlerische Neuinterpretation. Historische Vorbilder können zitiert, verändert, abstrahiert, neu inszeniert oder in einen zeitgenössischen Zusammenhang übertragen werden.
Warum werden Alte Meister von zeitgenössischen Künstler:innen neu interpretiert?
Die Neuinterpretation ermöglicht einen Dialog zwischen Kunstgeschichte und Gegenwart. Themen, Bildkompositionen und gesellschaftliche Vorstellungen historischer Werke können aus heutiger Perspektive hinterfragt und mit aktuellen Erfahrungen, Ausdrucksformen und künstlerischen Techniken verbunden werden.
Wo findet „Re:make – Alte Meister neu gedacht“ statt?
Die Ausstellung findet vom 05.09. - 03.10.2026 im Kunst- und Galeriehaus, Lohrheidestraße 57, 44866 Bochum, statt. Dort präsentiert der Bund internationaler Künstler e. V. unterschiedliche Positionen zeitgenössischer Kunst.


