top of page

/

/

Feedback und aenderungswuensche bearbeiten

Kunden, Projekte und Präsentation

Feedback und Änderungswünsche bearbeiten

Nimm Rückmeldungen professionell auf, prüfe ihre Auswirkungen und entwickle das Konzept zielgerichtet weiter.

Interior Designer notiert Feedback und Änderungswünsche zu einem Entwurf am Arbeitsplatz mit Laptop und Skizzenbuch.

Donnerstag, 07.01.2027

NÄCHSTER BEGINN

Wie bearbeitet man Feedback und Änderungswünsche richtig?

Feedback wird zunächst gesammelt, konkretisiert und schriftlich zusammengefasst. Anschließend werden Änderungswünsche mit Briefing, Grundriss, Budget und technischen Abhängigkeiten abgeglichen. Widersprüchliche Rückmeldungen müssen vor der Bearbeitung geklärt werden. Jede Änderung erhält einen Status, eine verantwortliche Person und einen eindeutigen Planstand. So bleibt nachvollziehbar, was geändert wurde und welche Auswirkungen daraus entstehen.

Feedback ist ein Teil des Entwurfsprozesses


Ein Entwurf entsteht selten in einem einzigen Schritt. Kunden sehen Grundrisse, Skizzen, Materialien und Perspektiven und entwickeln dabei ein genaueres Verständnis ihrer eigenen Wünsche. Rückmeldungen sind deshalb kein Zeichen dafür, dass die Planung gescheitert ist. Sie gehören zu einem gemeinsamen Entwicklungsprozess.


Schwierig wird Feedback, wenn es unklar, widersprüchlich oder über mehrere Kanäle verteilt ist. Eine Anmerkung steht in einer E-Mail, eine weitere wurde telefonisch besprochen und eine dritte befindet sich als Nachricht auf dem Smartphone. Wenn diese Informationen direkt in die Planung übernommen werden, entstehen leicht Fehler.


Professionelle Bearbeitung beginnt deshalb mit dem Sammeln und Ordnen der Rückmeldungen.


Feedback und Änderungswunsch unterscheiden

Nicht jede Rückmeldung verlangt automatisch eine Änderung.


Feedback beschreibt zunächst eine Wahrnehmung oder Reaktion:


  • Der Wohnbereich wirkt zu voll.

  • Die Farbe erscheint uns zu kühl.

  • Der Weg zur Terrasse ist nicht klar.

  • Der Einbauschrank wirkt sehr groß.

  • Wir fühlen uns mit der Variante noch nicht sicher.


Änderungswünsche beschreiben eine konkrete gewünschte Anpassung:


  • Das Sofa soll gedreht werden.

  • Die Wandfarbe soll heller werden.

  • Der Schrank soll niedriger geplant werden.

  • Die Leuchte soll an eine andere Position.

  • Variante B soll mit dem Stauraum aus Variante A kombiniert werden.


Auch konkrete Änderungswünsche sollten nicht immer sofort umgesetzt werden. Zunächst wird geprüft, welches Problem damit gelöst werden soll und welche Folgen die Änderung besitzt.


Allgemeine Aussagen konkretisieren

Viele Rückmeldungen sind zunächst emotional oder allgemein. Das ist verständlich, reicht aber nicht als Arbeitsanweisung.


Hilfreiche Rückfragen sind:


  • Welcher Bereich wirkt zu voll?

  • Liegt es an der Zahl, Größe oder Position der Möbel?

  • Welche Farbe wirkt zu kühl?

  • Geht es um die Raumwirkung oder ein bestimmtes Material?

  • Welche Funktion fehlt?

  • Welche Situation können Sie sich noch nicht vorstellen?

  • Welches Element soll unbedingt erhalten bleiben?

  • Was soll sich durch die Änderung verbessern?


Aus „Der Raum ist nicht gemütlich“ kann beispielsweise werden:

Der Sitzbereich wirkt nicht zusammenhängend, weil Sofa und Sessel zu weit auseinanderstehen und eine niedrigere Lichtquelle fehlt.

Diese Formulierung kann planerisch bearbeitet werden.


Den Grund hinter dem Wunsch verstehen

Kunden schlagen häufig bereits eine Lösung vor. Der Grund dahinter ist jedoch entscheidender.


Beispiel:


  • Wunsch: Das Sofa soll an die andere Wand.

  • Grund: Die aktuelle Position fühlt sich zu offen zum Eingang an.

  • Mögliche Lösungen: Sofa drehen, Raumteiler ergänzen, Eingang klarer zonieren oder einen geschützteren Sitzplatz schaffen.


Wenn nur der erste Wunsch umgesetzt wird, kann eine bessere Lösung übersehen werden.


Feedback zunächst vollständig sammeln

Während einer Präsentation sollte nicht jede Anmerkung sofort zeichnerisch umgesetzt werden. Zunächst werden alle Rückmeldungen aufgenommen. Dadurch bleibt der Gesamtzusammenhang erhalten.


Eine einfache Einteilung lautet:


  • gefällt und soll bleiben

  • soll geändert werden

  • ist noch unklar

  • muss technisch geprüft werden

  • benötigt eine Alternative

  • wird nicht weiterverfolgt


Positive Rückmeldungen sind ebenso wichtig wie Kritik. Wird nur dokumentiert, was geändert werden soll, können bereits bestätigte Qualitäten bei der Überarbeitung versehentlich verloren gehen.


Eine verlässliche Feedbackrunde organisieren

Vor der Präsentation sollte erklärt werden, wie Rückmeldungen gesammelt und bearbeitet werden. Dazu gehören:


  • Termin der Präsentation

  • anwesende Entscheidungspersonen

  • Frist für ergänzendes Feedback

  • zentraler Kommunikationskanal

  • verantwortliche Person für die Zusammenfassung

  • Zeitpunkt der Rückmeldung

  • Umfang der vereinbarten Überarbeitung


Ein klarer Ablauf verhindert, dass nach Beginn der Überarbeitung fortlaufend neue Einzelwünsche eintreffen.

Designteam bespricht gemeinsam am Laptop Entwürfe, Materialien und mögliche Änderungen an einem Raumkonzept.

Rückmeldungen ordnen und auf Auswirkungen prüfen


Nach der Feedbackrunde werden alle Informationen in einer zentralen Liste zusammengeführt. Erst danach beginnt die Überarbeitung.


Eine zentrale Änderungsliste führen

Die Änderungsliste verhindert, dass Kommentare verloren gehen oder doppelt bearbeitet werden.


Sie kann folgende Spalten enthalten:


Nr. 01 

Bereich: Wohnen

Rückmeldung: Sitzgruppe wirkt zu offen

Gewünschtes Ziel: mehr Schutz

Status: zu bearbeiten

Auswirkung: Grundriss

Verantwortlich: Interior Design


Nr. 02

Bereich: Material

Rückmeldung: Holz ist zu dunkel

Gewünschtes Ziel: hellere Wirkung

Status: Alternative

Auswirkung: Materialboard

Verantwortlich: Interior Design


Nr. 03

Bereich: Wand

Rückmeldung: Öffnung vergrößern

Gewünschtes Ziel: mehr Verbindung

Status: prüfen

Auswirkung: Statik/ Kosten

Verantwortlich: Fachplanung


Nr. 04

Bereich: Licht

Rückmeldung: mehr Licht am Tisch

Gewünschtes Ziel: bessere Nutzung

Status: bestätigt

Auswirkung: Elektroplan

Verantwortlich: Fachplanung


Jede Rückmeldung erhält eine eindeutige Nummer. Dadurch lässt sie sich in E-Mails, Plänen und Besprechungen zuverlässig wiederfinden.


Rückmeldungen mehrerer Personen zusammenführen

Bei Paaren, Familien oder Unternehmen entstehen häufig unterschiedliche Rückmeldungen. Diese sollten nicht getrennt und nacheinander in den Entwurf eingearbeitet werden.


Widersprüche müssen vor der Bearbeitung geklärt werden:

 

  • Eine Person möchte mehr Offenheit, eine andere mehr Rückzug.

  • Der Nutzer wünscht zusätzliche Arbeitsfläche, der Auftraggeber geringere Kosten.

  • Vertrieb bevorzugt eine repräsentative Lösung, der Betrieb benötigt mehr Stauraum.

  • Eine Abteilung möchte flexible Flächen, eine andere feste Arbeitsplätze.


Die Entscheidung darf nicht unbemerkt vom Planer übernommen werden. Zuständigkeiten und Prioritäten müssen mit den Beteiligten abgestimmt werden.


Änderungen mit dem Briefing abgleichen

Jeder größere Änderungswunsch wird an der ursprünglichen Aufgabenstellung geprüft.


Fragen dafür sind:


  • Unterstützt die Änderung das Projektziel?

  • Bleiben Muss-Anforderungen erfüllt?

  • Wird ein bereits gelöstes Problem erneut erzeugt?

  • Hat sich eine Priorität verändert?

  • Muss das Briefing angepasst werden?

  • Welche anderen Bereiche werden beeinflusst?


Ein neuer Wunsch kann sinnvoll sein und trotzdem eine frühere Entscheidung aufheben. Diese Veränderung sollte sichtbar dokumentiert werden.


Räumliche Abhängigkeiten prüfen

Ein Raumkonzept besteht aus miteinander verbundenen Entscheidungen. Wird ein Möbel versetzt, verändern sich möglicherweise Laufwege, Beleuchtung und Anschlüsse. Ein anderes Material beeinflusst angrenzende Farben und Details.


Typische Abhängigkeiten sind:


  • Möbelposition und Laufwege

  • Esstisch und Pendelleuchte

  • Küchenänderung und Anschlüsse

  • Schrankhöhe und Steckdosen

  • Bodenmaterial und Aufbauhöhe

  • Waschtisch und Sanitäranschluss

  • Raumteiler und Tageslicht

  • Wandöffnung und Statik

  • Materialwechsel und Fugen

  • Möblierung und Akustik


Deshalb sollte kein Änderungswunsch nur an der unmittelbar sichtbaren Stelle bewertet werden.


Auswirkungen auf Budget und Termine benennen

Änderungen können Kosten und Zeit beeinflussen. Je weiter ein Projekt fortgeschritten ist, desto größer können diese Auswirkungen werden.


Ein Wunsch kann betreffen:


  • zusätzliche Planungsleistung

  • neue Visualisierungen

  • geänderte Mengen

  • Stornierung bestellter Produkte

  • neue Lieferzeiten

  • zusätzliche Fachplanung

  • geänderte Handwerkerleistungen

  • Verschiebung von Ausführungsterminen


Diese Folgen werden vor der Umsetzung transparent dargestellt. Bei wesentlichen Änderungen ist eine schriftliche Freigabe sinnvoll.


Technische Änderungen fachlich prüfen lassen

Eine gestalterisch gewünschte Änderung kann technische oder genehmigungsbezogene Folgen besitzen.


Beispiele:


  • Wand versetzen oder entfernen

  • Wasseranschluss verlegen

  • Leuchtenposition ändern

  • schwere Möbel befestigen

  • Lüftungsöffnung überbauen

  • Fluchtweg verändern

  • Bodenaufbau wechseln

  • Brandschutzbauteil anpassen


Solche Punkte erhalten den Status „technisch zu prüfen“. Sie werden nicht als bestätigte Änderung in den Entwurf übernommen, bevor die zuständige Fachplanung sie bewertet hat.


Änderungen priorisieren

Nicht jede Rückmeldung muss sofort und mit derselben Tiefe bearbeitet werden. Eine sinnvolle Reihenfolge ist:


  1. Projektziel und Muss-Anforderungen

  2. Grundriss und Funktionen

  3. Laufwege und Möblierung

  4. technische Abhängigkeiten

  5. Einbauten und Aufrisse

  6. Materialien und Farben

  7. Licht

  8. Produkte und Details

  9. Dekoration


Eine neue Grundrissentscheidung kann Material- und Lichtplanung beeinflussen. Deshalb werden grundlegende Änderungen vor dekorativen Anpassungen geklärt.


Änderungsumfang vor der Bearbeitung bestätigen

Vor Beginn einer größeren Überarbeitung erhalten Kunden eine kurze Zusammenfassung:


  • Was wird geändert?

  • Was bleibt unverändert?

  • Welche Punkte werden nur geprüft?

  • Welche Alternativen werden entwickelt?

  • Welche Auswirkungen sind bekannt?

  • Wann wird der neue Stand präsentiert?

  • Entsteht zusätzlicher Aufwand?


Diese Bestätigung verhindert, dass unterschiedliche Erwartungen an die nächste Präsentation entstehen.

Änderungen kontrolliert in den Entwurf übertragen


Nach der Freigabe des Änderungsumfangs beginnt die Überarbeitung. Die Reihenfolge folgt den Abhängigkeiten des Entwurfes. Zuerst werden Grundriss und Funktionen angepasst, danach Aufrisse, Materialien, Licht und Visualisierungen.


Nicht direkt in der Präsentationsdatei improvisieren

Kleine Änderungen lassen sich während eines Gespräches skizzieren. Diese Skizzen dienen jedoch zunächst der Verständigung. Sie werden nicht automatisch zum neuen verbindlichen Planstand.


Ein spontanes Verschieben von Möbeln in einer Präsentation kann andere Beziehungen unberücksichtigt lassen. Nach dem Termin wird die Änderung deshalb in Ruhe geprüft und in alle betroffenen Unterlagen übertragen.


Planstände eindeutig versionieren

Jede Überarbeitung erhält eine eindeutige Kennzeichnung.


Dazu gehören:


  • Projektname

  • Dokument oder Plan

  • Datum

  • Versions- oder Revisionsnummer

  • Bearbeiter

  • Freigabestatus

  • kurze Beschreibung der Änderung


Ungeeignet sind Dateinamen wie:


  • Entwurf neu

  • Entwurf wirklich neu

  • finale Version

  • finale Version 2

  • letzter Plan aktuell


Besser ist eine nachvollziehbare Bezeichnung, beispielsweise:

projektname_grundriss_entwurf_v03_2026-09-11.pdf


Änderungen im Plan sichtbar kennzeichnen

Je nach Projekt können geänderte Bereiche mit Revisionswolken, Farben oder nummerierten Hinweisen markiert werden. Eine kurze Änderungsliste erklärt, was angepasst wurde.


Dabei muss klar bleiben, ob die Markierung nur zur Abstimmung dient oder Bestandteil einer technischen Plandokumentation ist. Nach der Freigabe können temporäre Markierungen in der nächsten sauberen Planfassung entfernt werden.


Alle betroffenen Unterlagen aktualisieren

Eine Änderung im Grundriss kann mehrere Dokumente betreffen:


  • Funktionsplan

  • Möblierungsplan

  • Innenraumaufrisse

  • Schnitte

  • Materialboard

  • Lichtkonzept

  • Visualisierungen

  • Produktlisten

  • Mengen

  • Kosteninformationen

  • Präsentation


Vor der erneuten Vorstellung wird geprüft, ob alle Darstellungen denselben Planstand zeigen.


Änderungen in Visualisierungen kontrollieren

Visualisierungen werden häufig erst nach einer Grundrissänderung angepasst. Dabei können Möbel, Fenster oder Materialien versehentlich im alten Zustand bleiben.


Eine Kontrollliste hilft:


  • Stimmen Möbelpositionen?

  • Sind Türen und Fenster aktuell?

  • Wurden Einbauten angepasst?

  • Entsprechen Materialien dem freigegebenen Stand?

  • Passt das Licht zur neuen Möblierung?

  • Wurden nicht beauftragte Elemente ergänzt?

  • Sind technisch offene Punkte erkennbar?


Feedback nicht wörtlich, sondern fachlich bearbeiten

Der Planer übernimmt nicht blind jede vorgeschlagene Lösung. Er prüft das gewünschte Ziel und entwickelt eine fachlich passende Antwort.


Wenn der Kunde einen zusätzlichen großen Schrank wünscht, wird zunächst der Stauraumbedarf geklärt. Vielleicht kann die Innenaufteilung eines vorhandenen Einbaus optimiert werden. Wenn ein Raum heller wirken soll, sind Wandfarbe, Licht, Möblierung und Fensterbezug gemeinsam zu betrachten.


Diese fachliche Übersetzung gehört zur Planungsleistung.


Die Qualität des Gesamtkonzeptes erhalten

Viele kleine Änderungen können eine klare Grundidee schrittweise schwächen. Nach jeder größeren Überarbeitung sollte deshalb geprüft werden:


  • Ist die Leitidee noch erkennbar?

  • Funktioniert der Raum als Ganzes?

  • Sind die Proportionen ausgewogen?

  • Bleiben Laufwege frei?

  • Passen Farbe und Material weiterhin zusammen?

  • Entspricht die Lösung dem Briefing?

  • Sind technische Abhängigkeiten berücksichtigt?


Die überarbeitete Lösung erneut präsentieren

Bei der nächsten Präsentation werden die Änderungen nicht lediglich als neuer Plan gezeigt. Sie werden auf die Feedbackliste zurückgeführt.


Eine klare Reihenfolge lautet:


  1. vereinbarte Änderungswünsche zusammenfassen

  2. erledigte Punkte zeigen

  3. Lösung und Auswirkungen erklären

  4. offene Punkte benennen

  5. technisch zu prüfende Fragen zuordnen

  6. neuen Gesamtstand präsentieren

  7. nächste Freigabe festhalten


Unterschiede zwischen den Planständen erklären

Vorher und nachher können nebeneinander gezeigt werden. Dadurch erkennen Kunden, wie ihr Feedback umgesetzt wurde.


Eine Vergleichsdarstellung sollte sich auf wesentliche Änderungen konzentrieren:


  • Grundriss

  • Möblierung

  • Stauraum

  • Material

  • Licht

  • technischer Aufwand

  • Budget- oder Terminfolge


Eine Änderungsrunde klar abschließen

Am Ende wird jeder Punkt der Änderungsliste mit einem Status versehen:


  • erledigt und bestätigt

  • erneut anzupassen

  • zurückgestellt

  • technisch offen

  • nicht weiterzuverfolgen

  • in spätere Phase verschoben


Die Freigabe bezieht sich auf einen eindeutig bezeichneten Planstand. Damit endet die Feedbackrunde und die nächste Projektphase kann beginnen.


Aus Feedback für zukünftige Projekte lernen

Wiederkehrende Änderungswünsche können Hinweise auf Verbesserungen im eigenen Prozess geben.


Wenn Kunden Grundrisse regelmäßig nicht verstehen, benötigt die Präsentation möglicherweise klarere Legenden. Wenn häufig nach dem Budget gefragt wird, sollte der Kostenrahmen früher erläutert werden.


Wenn Materialien anders wirken als erwartet, sind größere Muster oder eine bessere Lichtprüfung sinnvoll.

Feedback verbessert dadurch nicht nur den aktuellen Entwurf, sondern auch Beratung, Briefing und Präsentation kommender Projekte.

Feedback bearbeiten: Änderungswünsche sicher in den Entwurf übertragen

Das Video zum Nachlesen

Das Video zeigt, wie Rückmeldungen konkretisiert, dokumentiert, auf ihre Auswirkungen geprüft und in einen eindeutigen neuen Planstand überführt werden.

Häufige Fragen zu Feedback und Änderungswünschen


Muss jeder Änderungswunsch umgesetzt werden?

Nein. Zuerst werden Ziel, Auswirkungen und Vereinbarkeit mit dem Briefing geprüft. Der Planer kann eine fachlich geeignetere Lösung vorschlagen.


Wie geht man mit unklarem Feedback um?

Allgemeine Aussagen werden durch konkrete Rückfragen geklärt. Entscheidend ist, welcher Bereich betroffen ist und was sich für den Kunden verbessern soll.


Was geschieht bei widersprüchlichem Feedback?

Die beteiligten Entscheidungspersonen müssen Prioritäten und Zuständigkeiten klären. Der Planer sollte widersprüchliche Anweisungen nicht stillschweigend selbst entscheiden.


Wie werden Änderungswünsche dokumentiert?

Am besten in einer zentralen Liste mit Nummer, Bereich, Rückmeldung, gewünschtem Ziel, Status, Auswirkungen und verantwortlicher Person.


Wann verursacht eine Änderung zusätzliche Kosten?

Das hängt von Vertrag, Leistungsumfang und Projektstand ab. Zusätzliche Varianten, neue Visualisierungen, geänderte Bestellungen oder wiederholte Überarbeitungen können Mehrleistungen darstellen. Dies sollte vor der Bearbeitung geklärt werden.


Wie werden technische Änderungen behandelt?

Sie erhalten zunächst den Status „technisch zu prüfen“. Erst nach Rückmeldung der zuständigen Fachplanung können sie verbindlich in die weitere Planung übernommen werden.


Wann ist eine Feedbackrunde abgeschlossen?

Wenn alle Punkte einen eindeutigen Status besitzen, der neue Planstand präsentiert wurde und die nächste Planungsgrundlage schriftlich feststeht.


Fazit: Änderungen brauchen Struktur und einen eindeutigen Planstand

Feedback verbessert einen Entwurf, wenn es verständlich erfasst und fachlich eingeordnet wird. Allgemeine Rückmeldungen werden konkretisiert, unterschiedliche Aussagen zusammengeführt und mit dem Briefing abgeglichen.


Jede Änderung kann weitere Bereiche des Konzeptes beeinflussen. Deshalb werden räumliche, technische, finanzielle und terminliche Folgen vor der Bearbeitung geprüft. Eine zentrale Änderungsliste, eindeutige Versionen und dokumentierte Freigaben halten den Projektstand für alle Beteiligten nachvollziehbar.

Andreas M. Modzelewski, Direktor und Dozent des IBKK

Über den Autor

Andreas M. Modzelewski


Andreas M. Modzelewski ist Diplom-Designer, ausgebildeter Bauzeichner, Autor und Direktor des IBKK Design- und Kunstzentrums. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassen Interior Design, Raumkonzeption, perspektivisches Zeichnen, räumliche Visualisierung, visuelle Kommunikation und kreative Entwurfsmethoden.

Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher zu Architekturzeichnung, Interior-Zeichnung, Koloration und Zeichentechniken.

Interior Design praktisch lernen

In der dreimonatigen, berufsbegleitenden Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ lernst du, funktionale und atmosphärische Raumkonzepte zu entwickeln – von der Raumanalyse und der ersten Handskizze über Farbe, Material und Licht bis zur KI-gestützten Visualisierung und professionellen Präsentation.
 

Der Lehrgang umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Du kannst live am IBKK in Bochum oder online über Microsoft Teams teilnehmen. Die Gruppe ist auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, damit Zeichnungen und Projekte persönlich besprochen und fachlich begleitet werden können.

Interior-Design-Entwurf mit Möbelklassikern und Raumgestaltung

DEIN NÄCHSTER SCHRITT · INTERIOR DESIGN (IHK)

Entwürfe mit Rückmeldungen weiterentwickeln

Du möchtest eigene Gestaltungsideen besprechen und gezielt überarbeiten? In der Weiterbildung Interior Design (IHK) entwickelst und präsentierst du ein eigenes Interior-Projekt.

3 Monate berufsbegleitend

Live in Bochum oder online

Eigenes Interior-Projekt

IHK-Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss und Erfüllung der Teilnahme- und Leistungsanforderungen.

Interior Design weiter erkunden

Gruppe von Interior Designern beim Beratungsgespräch

01 – Kundenwünsche richtig erfassen

Präzises Feedback setzt voraus, dass Wahrnehmung, Wunsch und eigentliches Bedürfnis unterschieden werden. Der Beitrag „Kundenwünsche richtig erfassen“ erklärt geeignete Fragen und Gesprächsstrukturen.


02 – Ein Interior-Design-Briefing erstellen

Änderungen müssen mit der ursprünglich vereinbarten Aufgabe abgeglichen werden. Im Artikel „Ein Interior-Design-Briefing erstellen“ erfährst du, wie Ziele, Prioritäten und Rahmenbedingungen dokumentiert werden.


03 – Entwurfsvarianten verständlich präsentieren

Eine klare Präsentation führt zu konkreteren Rückmeldungen. Der Beitrag „Entwurfsvarianten verständlich präsentieren“ zeigt, wie Unterschiede, Vorteile und Konsequenzen erklärt werden.


04 – Ein vollständiges Raumkonzept präsentieren

Nach der Überarbeitung wird der neue Stand als zusammenhängendes Konzept vorgestellt. Der Artikel „Ein vollständiges Raumkonzept präsentieren“ erklärt Aufbau, Dokumentation und Freigabe.

Die Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ersetzt kein Studium der Innenarchitektur und berechtigt nicht zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“. Der Lehrgang endet mit einem lehrgangsinternen Kompetenznachweis und einem IHK-Zertifikat, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfung.

bottom of page