Donnerstag, 07.01.2027
NÄCHSTER BEGINN
Wie wird ein Schlafzimmer funktional gestaltet?
Zuerst werden Bett, Türen, Fenster und Schr änke im Grundriss aufeinander abgestimmt. Das Bett sollte gut zugänglich sein, während Laufwege und Schranköffnungen frei bleiben. Verdunkelung, Leselicht, Orientierungslicht und erreichbare Ablagen unterstützen Abend und Morgen. Ruhige Farben, geeignete Textilien, gute Lüftungsmöglichkeiten und ausreichend Stauraum vervollständigen das funktionale Raumkonzept.
Das Schlafzimmer nach seinen Abläufen planen
Ein Schlafzimmer dient nicht nur dem Schlafen. Hier wird Kleidung ausgewählt, das Bett bezogen, gelesen, gelüftet und möglicherweise gearbeitet oder Wäsche aufbewahrt. Je nach Haushalt kommen Kinder, Haustiere, Pflege, Sport oder ein kleiner Arbeitsplatz hinzu.
Die Planung beginnt deshalb mit den tatsächlichen Abläufen. Wer nutzt den Raum? Wird das Bett von einer oder zwei Personen verwendet? Welche Seite wird bevorzugt betreten? Welche Kleidung und Gegenstände müssen im Zimmer untergebracht werden? Wird morgens gleichzeitig der Schrank geöffnet und das Bett passiert?
Aus diesen Fragen entsteht eine Funktionsliste:
Schlafen und Erholen
Hinlegen und Aufstehen
An- und Auskleiden
Aufbewahren von Kleidung und Bettwäsche
Lüften und Fenster bedienen
Lesen oder ruhige Abendbeschäftigung
Orientierung in der Nacht
gegebenenfalls Arbeiten, Pflege oder Kinderbetreuung
Nicht jede Funktion muss gleich viel Raum erhalten. Das Bett bleibt in den meisten Schlafzimmern die Hauptfunktion. Weitere Nutzungen sollten so integriert werden, dass der Schlafbereich nicht dauerhaft wie Büro, Abstellraum oder Ankleidezimmer wirkt.
Welche Tätigkeiten in einem Raum zusammentreffen und wie sie gewichtet werden, erläutert der Beitrag Funktionen eines Raumes analysieren.
Das Bett als Hauptmöbel positionieren
Das Bett beansprucht nicht nur seine Liegefläche. Seitlich und am Fußende wird Raum zum Einsteigen, Aufstehen, Beziehen und Reinigen benötigt. Bei zwei Personen ist die beidseitige Zugänglichkeit häufig komfortabler, sofern Raum und Nutzung dies ermöglichen.
Die Position sollte auf Türen, Fenster, Heizflächen und Schränke reagieren. Ein allgemeines Verbot für das Bett vor einem Fenster oder mit Blick zur Tür gibt es nicht. Entscheidend ist, ob Fenster und Sonnenschutz bedient, der Raum gelüftet und die vorgesehenen Wege genutzt werden können.
Steht das Bett nahe an einer Tür, sollte der Türflügel nicht mit Bett, Nachttisch oder laufender Person kollidieren. Unter einem Fenster müssen Brüstung, Griffhöhe, Vorhänge und mögliche Zugluft bedacht werden. Heizflächen und Lüftungsöffnungen dürfen nicht unüberlegt zugestellt oder verdeckt werden.
Der Blick vom Bett beeinflusst die Atmosphäre. Eine ruhige Wand, ein Fenster oder ein bewusst gestalteter Bereich kann angenehmer wirken als ein unruhiger Arbeitsplatz oder eine offene Ablage. Diese Entscheidung ist individuell und sollte mit den Nutzern abgestimmt werden.
Wie Hauptmöbel aus Funktion, Grundriss und Blickrichtungen heraus angeordnet werden, zeigt der Artikel Möbel richtig im Raum positionieren.
Bewegungsflächen vollständig darstellen
Ein Grundriss darf Bett und Schrank nicht nur im geschlossenen Zustand zeigen. Schranktüren, Schubladen und Auszüge benötigen Platz. Zusätzlich muss eine Person davor stehen und Kleidung entnehmen können.
Bei einem Drehflügelschrank ist die Öffnungsrichtung wichtig. Schiebetüren benötigen keine Schwenkfläche, geben aber meist nur einen Teil des Schrankes gleichzeitig frei. Kommodenschubladen greifen weiter in den Raum, als ihre geschlossene Front vermuten lässt.
Auch Bettkästen und hochklappbare Lattenrostsysteme müssen bedienbar bleiben. Wenn zum Öffnen zuerst Nachttisch, Teppich oder andere Möbel entfernt werden müssen, ist die Lösung im Alltag möglicherweise unpraktisch.
Der Weg von der Tür zum Bett, zum Schrank und zum Fenster sollte ohne unnötige Engstellen funktionieren. Wie Stell-, Bedien- und Verkehrsflächen im Grundriss unterschieden werden, behandelt der Beitrag Laufwege und Bewegungsflächen planen.
Nachttische und Ablagen nach dem Bedarf auswählen
Nicht jedes Schlafzimmer braucht zwei klassische Nachttische. Benötigt werden jedoch erreichbare Ablagen für Gegenstände, die tatsächlich am Bett verwendet werden. Dazu können Brille, Buch, Wasser, Taschentücher oder ein Wecker gehören.
In kleinen Räumen eignen sich schmale Konsolen, Wandborde oder in das Kopfteil integrierte Ablagen. Sie sollten sicher erreichbar sein und beim Aufstehen nicht zur Stolperstelle werden. Scharfe vorspringende Kanten sind direkt neben einem engen Bettzugang ungünstig.
Werden mobile Geräte am Bett geladen, müssen Anschlüsse und Kabel geordnet werden. Lose Kabel sollten weder den Weg kreuzen noch zwischen Bett und Nachttisch gespannt sein. Technische Geräte können außerdem so untergebracht werden, dass sie den ruhigen Charakter des Schlafbereichs nicht unnötig bestimmen.
Bettgröße und Raumgröße aufeinander abstimmen
Ein größeres Bett bietet mehr Liegefläche, kann aber Schrankzugang, Fensterbedienung und Bewegungsraum einschränken. Die Entscheidung darf deshalb nicht allein nach dem größtmöglichen verfügbaren Format getroffen werden.
Im maßstäblichen Grundriss werden verschiedene Bettgrößen einschließlich Rahmen, Kopfteil und Zugangsflächen verglichen. Herstellermaße sind wichtig, weil Außenmaß und Matratzenmaß nicht identisch sein müssen.
Auch die Bettwäsche und das Beziehen des Bettes benötigen Raum. Ein Bett, das exakt zwischen zwei Wände passt, kann im Alltag schwierig zu pflegen sein. In sehr kleinen Räumen müssen solche Kompromisse bewusst bewertet werden.

Stauraum als ruhige Fläche planen
Viele kleine Schränke, offene Kleiderständer und überfüllte Ablagen lassen ein Schlafzimmer schnell unruhig wirken. Eine zusammenhängende Stauraumlösung kann Kleidung, Bettwäsche und persönliche Gegenstände aufnehmen und gleichzeitig eine klare Wandfläche bilden.
Raumhohe Schränke nutzen die vorhandene Höhe. Häufig benötigte Kleidung liegt in gut erreichbaren Bereichen, schwere Gegenstände werden eher unten und saisonale Dinge weiter oben untergebracht. Schubladen und Auszüge verbessern die Übersicht in tieferen Zonen.
Offene Fächer eignen sich für wenige ausgewählte Gegenstände. Der Großteil kleinteiliger Aufbewahrung wirkt hinter geschlossenen Fronten ruhiger. Eine Schrankfarbe, die mit der Wand verwandt ist, kann das Volumen optisch zurücknehmen. Ein kontrastierender Schrank wird dagegen zum sichtbaren Gestaltungselement.
Wie Innenaufteilung, Nutzungshäufigkeit und Erreichbarkeit miteinander verbunden werden, erläutert der Beitrag Stauraum intelligent planen.
Licht für Abend, Nacht und Morgen
Eine einzige Deckenleuchte reicht selten für alle Situationen im Schlafzimmer. Sinnvoll ist eine Kombination aus unterschiedlichen Lichtebenen.
Grundbeleuchtung sorgt beim Betreten, Ankleiden und Reinigen für Orientierung. Sie sollte den Raum verständlich ausleuchten, ohne aus der liegenden Position unangenehm zu blenden.
Leselicht wird auf die jeweilige Bettseite und Tätigkeit abgestimmt. Die Leuchte soll Buch oder Lesegerät erreichen, ohne die zweite Person unnötig zu stören. Flexible Wand- oder Tischleuchten lassen sich genauer ausrichten.
Schrankbeleuchtung unterstützt das Erkennen von Kleidung. Sie kann durch gut geplantes Raumlicht oder geeignete integrierte Systeme entstehen. Die Lichtfarbe und Farbwiedergabe beeinflussen, wie Textilien wahrgenommen werden.
Orientierungslicht ermöglicht nachts eine zurückhaltende Beleuchtung des Weges. Es sollte blendarm sein und keine unnötig helle Gesamtbeleuchtung erzeugen.
Schalter und Bedienelemente werden dort vorgesehen, wo sie benötigt werden. Eine Leuchte, die nur an der Tür ausgeschaltet werden kann, ist am Bett unpraktisch. Die Elektroplanung und Ausführung gehören in qualifizierte Fachhände.
Der Artikel Grundlagen der Lichtplanung erklärt das Zusammenspiel aus Grund-, Funktions- und Akzentlicht.
Tageslicht nutzen und Verdunkelung ermöglichen
Tageslicht unterstützt die Nutzung am Morgen und macht Farben und Kleidung gut erkennbar. Gleichzeitig muss sich das Schlafzimmer für die Nacht ausreichend abdunkeln lassen.
Fenstertextilien können mehrere Aufgaben übernehmen:
Tageslicht streuen
Einblicke reduzieren
vollständig oder teilweise verdunkeln
das Fenster gestalterisch rahmen
bei geeigneter Ausführung die Akustik beeinflussen
Ein transparenter Vorhang bietet am Abend bei eingeschaltetem Innenlicht häufig keinen ausreichenden Sichtschutz. Ein mehrlagiges System kann eine leichte Tagesgardine mit einem dichteren Vorhang, Rollo oder einer anderen Verdunkelung verbinden.
Montagehöhe und Stoffmenge beeinflussen die Raumwirkung. Raumhohe Vorhänge betonen die Vertikale. Geöffnet benötigen sie seitlich Platz, damit Fenster und Griffe zugänglich bleiben.
Wie Textilien funktional und gestalterisch eingesetzt werden, zeigt der Beitrag Textilien im Interior Design.
Farben schaffen Ruhe, aber keine Garantie für Schlaf
Ruhige, gedämpfte oder dunklere Farben werden im Schlafzimmer häufig als angenehm empfunden. Eine allgemeingültige Schlafzimmerfarbe gibt es jedoch nicht. Persönliche Vorlieben, Licht, Material und Raumgröße verändern die Wirkung.
Ein ausschließlich weißer Raum kann hell und klar erscheinen, aber auch wenig geborgen. Eine dunkle Wand hinter dem Bett kann dem Raum Tiefe geben. Stark gesättigte Farben lassen sich als kleinere Akzente oder bewusst auf einzelnen Flächen einsetzen.
Entscheidend ist eine geordnete Palette. Boden, Bett, Schrank, Vorhänge und Bettwäsche bilden gemeinsam große Farbflächen. Werden sie unabhängig voneinander ausgewählt, entsteht schnell ein unruhiges Gesamtbild.
Welche möglichen Assoziationen Farben hervorrufen und warum diese nicht als starre Regeln gelten, erläutert der Beitrag Farbpsychologie in Innenräumen.
Textilien funktional auswählen
Bettwäsche, Vorhänge, Teppiche und Polster prägen das Schlafzimmer stark. Sie schaffen weiche Oberflächen und beeinflussen Farbe, Haptik und gegebenenfalls Akustik.
Ein Teppich kann die Bettzone zusammenfassen und an den Bettseiten eine angenehme Trittfläche bieten. Sein Format muss zum Bett und zu den Laufwegen passen. Hochflorige oder lose Teppiche können je nach Nutzung die Bewegung erschweren und benötigen eine sichere Lage.
Vorhänge müssen sich pflegen lassen und dürfen Heizflächen, Fensterbedienung oder Lüftung nicht unpraktisch beeinträchtigen. Bei Hausstauballergien oder anderen individuellen gesundheitlichen Anforderungen sollte die Material- und Pflegeauswahl mit geeigneter fachlicher beziehungsweise medizinischer Beratung abgestimmt werden.
Ruhe, Dunkelheit und Lüftung berücksichtigen
Eine funktionale Schlafumgebung sollte sich abdunkeln lassen, möglichst ruhig sein und gelüftet werden können. Das Bundesportal gesund.bund.de nennt eine dunkle, ruhige und gut gelüftete Schlafumgebung als hilfreiche Grundlage für guten Schlaf. Gesund.bund.de: Gut schlafen
Interior Design kann diese Bedingungen unterstützen, aber keinen guten Schlaf garantieren oder Schlafstörungen behandeln. Verdunkelung, Fenstertextilien, akustische Oberflächen und eine verständliche Raumordnung verbessern die Nutzbarkeit. Bei anhaltenden Schlafproblemen ist eine medizinische Abklärung sinnvoll.
Lüftungsmöglichkeiten dürfen nicht durch Bett, Vorhänge oder Einbauten erschwert werden. Fenstergriffe müssen erreichbar bleiben. Auch vorhandene Lüftungssysteme und Heizflächen sind in der Planung zu berücksichtigen.
Geräusche und Akustik
Geräusche können aus angrenzenden Räumen, Installationen, Straßenverkehr oder technischen Geräten stammen. Nicht jede Quelle lässt sich durch Einrichtung lösen. Vorhänge, Teppiche und Polstermöbel beeinflussen vor allem Reflexionen innerhalb des Raumes, ersetzen aber keine bauliche Schallschutzmaßnahme.
Bereits bei der Möbelplanung kann eine ruhige Zone unterstützt werden. Ein Bett direkt an einer Wand zu einem lauten Treppenhaus oder Technikraum kann ungünstiger sein als eine alternative Position. Ein Kleiderschrank an einer betreffenden Wand kann in bestimmten Situationen eine zusätzliche räumliche Schicht bilden, ersetzt aber keine fachliche Prüfung.
Bei erheblichen akustischen Problemen sind Baukonstruktion, Türen, Fenster und technische Anlagen fachgerecht zu untersuchen.
Arbeitsplatz im Schlafzimmer bewusst integrieren
Nicht immer steht ein eigener Arbeitsraum zur Verfügung. Dann kann ein Arbeitsplatz im Schlafzimmer notwendig sein. Er sollte so geplant werden, dass er tagsüber ergonomisch nutzbar ist und am Abend optisch zurücktreten kann.
Eine Nische, ein Schrankarbeitsplatz oder eine abtrennbare Zone kann Arbeitsmaterial aufnehmen. Entscheidend ist, dass Tisch, Stuhl und Beleuchtung zur tatsächlichen Nutzungsdauer passen. Ein kleiner Konsolentisch ist keine ausreichende Lösung, wenn dort täglich mehrere Stunden gearbeitet wird.
Geschlossener Stauraum hilft dabei, Unterlagen und technische Geräte nach Arbeitsende aus dem Blickfeld zu nehmen. Auch Kabel, Drucker und Ladegeräte benötigen feste Plätze.
Wie unterschiedliche Nutzungen ohne dauerndes Improvisieren verbunden werden, zeigt der Beitrag Räume flexibel und multifunktional planen.
Ergonomie und individuelle Zugänglichkeit
Betthöhe, Matratze und Bewegungsflächen sollten zu den Personen passen, die das Schlafzimmer nutzen. Das Aufstehen, Hinsetzen und Erreichen von Ablagen muss bequem möglich sein. Ältere Menschen oder Personen mit körperlichen Einschränkungen können andere Abstände und Ausstattungen benötigen.
Allgemeine Planungsmaße reichen dann möglicherweise nicht aus. Bei Pflege, barrierefreier Nutzung oder konkreten gesundheitlichen Anforderungen sollten die Nutzer, Angehörige und geeignete Fachpersonen frühzeitig einbezogen werden.
Der Beitrag Ergonomie in der Raumgestaltung zeigt, wie Körpermaße, Bewegungen und Tätigkeiten in die Planung einfließen.
Kleine Schlafzimmer nicht vollständig füllen
In kleinen Schlafzimmern führt der Wunsch nach maximalem Stauraum schnell zu hohen Schränken an mehreren Wänden, zusätzlichen Kommoden und Ablagen. Der Raum bietet dann viel Aufbewahrung, wirkt aber eng und bleibt schwer nutzbar.
Besser ist häufig eine konzentrierte Stauraumlösung. Ein raumhoher Schrank kann mehrere kleine Möbel ersetzen. Wandmontierte Ablagen halten den Boden frei. Helle oder mit der Wand verwandte Schrankfronten lassen das Volumen ruhiger erscheinen.
Ein Bett mit integriertem Stauraum kann sinnvoll sein, wenn sich die Fächer ohne aufwendiges Umräumen öffnen lassen. Die Hauptwege und Fensterbedienung müssen trotzdem frei bleiben.
Der Artikel Kleine Räume optimal gestalten erklärt, wie Möblierung, freie Fläche, Stauraum, Licht und Farbe auf begrenzter Grundfläche zusammenwirken.
Das Schlafzimmer zeichnerisch entwickeln
Ein Schlafzimmer wird zuerst im Grundriss geplant. Dort lassen sich Bett, Schrank, Laufwege und Öffnungsflächen überprüfen. Innenraumaufrisse zeigen Schrankhöhe, Kopfteil, Wandgestaltung und Leuchten. Perspektivische Skizzen vermitteln die Sicht vom Eingang und vom Bett.
Auch die Abendstimmung sollte dargestellt werden. Leselicht, Orientierungslicht und beleuchtete Schrankbereiche verändern die räumliche Wirkung gegenüber dem Tageszustand. Material- und Farbskizzen helfen dabei, Bett, Vorhänge und Schrank als zusammenhängende Flächen zu behandeln.
Am IBKK lernen die Teilnehmenden, Raumfunktionen und Atmosphäre miteinander zu verbinden. Das Schlafzimmer wird nicht nur dekoriert, sondern aus Abläufen, Maßen und individuellen Bedürfnissen entwickelt. So entsteht ein gutes Raumkonzept, das Ruhe vermittelt und im Alltag zuverlässig funktioniert.
Schlafzimmer richtig planen: Bett, Stauraum, Laufwege und Licht
Das Video zum Nachlesen
Das Video zeigt, wie Bettposition, geöffnete Schränke, Bewegungsflächen, Leselicht und Verdunkelung zu einem funktionalen Schlafzimmer verbunden werden.
Häufige Fragen zur Gestaltung eines Schlafzimmers
Wo sollte das Bett im Schlafzimmer stehen?
Die Position richtet sich nach Zugänglichkeit, Türen, Fenstern, Heizflächen, Schränken und persönlichen Vorlieben. Das Bett sollte sich gut nutzen und beziehen lassen, ohne wichtige Wege oder Bedienelemente zu blockieren.
Muss ein Doppelbett von beiden Seiten zugänglich sein?
Eine beidseitige Zugänglichkeit ist für zwei Personen häufig komfortabler. In kleinen Räumen lässt sie sich nicht immer vollständig umsetzen. Dann müssen Nutzung, Schrankzugang und Bewegungsflächen bewusst gegeneinander abgewogen werden.
Darf ein Bett unter einem Fenster stehen?
Das kann möglich sein, wenn Fenstergriff, Lüftung, Verdunkelung, Heizflächen und Vorhänge weiterhin funktionieren. Die konkrete Situation und die Bedürfnisse der Nutzer sind entscheidend.
Welche Beleuchtung braucht ein Schlafzimmer?
Sinnvoll ist eine Kombination aus Grundbeleuchtung, Leselicht und zurückhaltendem Orientierungslicht. Schrankbereiche können zusätzliches Licht benötigen. Leuchten sollten aus der liegenden Position nicht unangenehm blenden.
Welche Farben eignen sich für ein Schlafzimmer?
Ruhige, gedämpfte oder dunklere Farben werden häufig als angenehm empfunden. Eine allgemein richtige Schlafzimmerfarbe gibt es nicht. Licht, Raumgröße, Materialien und persönliche Vorlieben bestimmen das Ergebnis.
Wie lässt sich Stauraum ruhig integrieren?
Eine zusammenhängende Schrankwand wirkt häufig ruhiger als mehrere kleine Möbel. Geschlossene Fronten reduzieren visuelle Unruhe. Innenaufteilung und Erreichbarkeit richten sich nach den aufzubewahrenden Gegenständen.
Gehört ein Arbeitsplatz ins Schlafzimmer?
Wenn kein anderer Raum verfügbar ist, kann er sinnvoll integriert werden. Bei regelmäßiger Nutzung müssen Arbeitsplatz, Stuhl und Beleuchtung ergonomisch geeignet sein. Geschlossener Stauraum oder eine abtrennbare Nische lässt den Arbeitsbereich abends zurücktreten.
Welche Vorhänge eignen sich für ein Schlafzimmer?
Das hängt von Licht, Sichtschutz und gewünschter Verdunkelung ab. Ein mehrlagiges System kann einen transparenten Tagesvorhang mit einem dichteren Verdunkelungs- oder Sichtschutz verbinden.
Fazit: Funktion schafft Ruhe
Ein Schlafzimmer wirkt nicht allein durch zurückhaltende Farben ruhig. Die wichtigste Grundlage ist eine klare räumliche Ordnung. Bett, Schrank, Fenster und Tür müssen ohne unnötige Kollisionen genutzt werden können.
Erreichbare Ablagen, abgestufte Beleuchtung, passende Verdunkelung und konzentrierter Stauraum unterstützen den Alltag. Werden persönliche Bedürfnisse, Raummaße und wichtige Abläufe gemeinsam betrachtet, entsteht ein Schlafzimmer, das am Abend Ruhe vermittelt und morgens selbstverständlich funktioniert.

Über den Autor
Andreas M. Modzelewski
Andreas M. Modzelewski ist Diplom-Designer, ausgebildeter Bauzeichner, Autor und Direktor des IBKK Design- und Kunstzentrums. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassen Interior Design, Raumkonzeption, perspektivisches Zeichnen, räumliche Visualisierung, visuelle Kommunikation und kreative Entwurfsmethoden.
Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher zu Architekturzeichnung, Interior-Zeichnung, Koloration und Zeichentechniken.
Interior Design praktisch lernen
In der dreimonatigen, berufsbegleitenden Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ lernst du, funktionale und atmosphärische Raumkonzepte zu entwickeln – von der Raumanalyse und der ersten Handskizze über Farbe, Material und Licht bis zur KI-gestützten Visualisierung und professionellen Präsentation.
Der Lehrgang umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Du kannst live am IBKK in Bochum oder online über Microsoft Teams teilnehmen. Die Gruppe ist auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, damit Zeichnungen und Projekte persönlich besprochen und fachlich begleitet werden können.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT · INTERIOR DESIGN (IHK)
Rückzugsräume bewusst gestalten
Du möchtest Farbe, Material und Licht passend zu einer ruhigen Raumnutzung kombinieren? Schau dir die Weiterbildung Interior Design (IHK) an und prüfe, wie die Arbeit an einem eigenen Raumkonzept zu deinem Ziel passt.
3 Monate berufsbegleitend
Live in Bochum oder online
Eigenes Interior-Projekt
IHK-Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss und Erfüllung der Teilnahme- und Leistungsanforderungen.
Interior Design weiter erkunden

01 – Möbel richtig im Raum positionieren
Im Beitrag „Möbel richtig im Raum positionieren“ erfahren Sie, wie Hauptmöbel, Blickachsen und Bewegungsflächen zu einer verständlichen Raumordnung verbunden werden.
02 – Stauraum intelligent planen
„Stauraum intelligent planen“ zeigt, wie Kleidung, Bettwäsche und persönliche Gegenstände erreichbar, übersichtlich und gestalterisch ruhig untergebracht werden.
03 – Grundlagen der Lichtplanung
Der Artikel „Grundlagen der Lichtplanung“ erklärt das Zusammenspiel aus Grund-, Funktions- und Akzentlicht. Diese Lichtebenen unterstützen Ankleiden, Lesen und nächtliche Orientierung.
04 – Textilien im Interior Design
In „Textilien im Interior Design“ erfahren Sie, wie Vorhänge, Teppiche und Möbelbezüge Licht, Sichtschutz, Haptik und Atmosphäre eines Schlafzimmers beeinflussen.
Die Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ersetzt kein Studium der Innenarchitektur und berechtigt nicht zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“. Der Lehrgang endet mit einem lehrgangsinternen Kompetenznachweis und einem IHK-Zertifikat, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfung.




