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Kuechen planen und praesentieren

Räume und Nutzungssituationen

Küchen planen und präsentieren

Erfahre, wie Arbeitsabläufe, Stauraum, Ergonomie und Gestaltung zu einer funktionalen Küche verbunden werden.

Zwei Personen an einem gedeckten Küchentisch mit Frühstück und Getränken in einem wohnlich gestalteten Essbereich.

Donnerstag, 07.01.2027

NÄCHSTER BEGINN

Wie wird eine Küche professionell geplant und präsentiert?

Eine Küchenplanung beginnt mit Nutzern, Kochgewohnheiten, Raummaßen und vorhandenen Anschlüssen. Danach werden Bevorraten, Vorbereiten, Spülen und Kochen sinnvoll angeordnet. Arbeitsflächen, Geräte, Stauraum, Beleuchtung und Bewegungsbereiche müssen zusammenpassen. Präsentiert wird das Konzept mit bemaßtem Grundriss, Innenraumaufrissen, Perspektiven, Materialmustern und einer klaren Geräte- und Ausstattungsübersicht.

Küchenplanung beginnt bei den Menschen


Eine Küche für eine Person, die selten kocht, benötigt eine andere Ausstattung als eine Familienküche oder ein Raum, in dem regelmäßig mehrere Menschen gleichzeitig arbeiten. Auch Körpergrößen, Gewohnheiten, Stauraumbedarf und die Verbindung zum Essbereich verändern die Planung.


Zu Beginn werden deshalb konkrete Fragen geklärt:


  • Wie viele Personen nutzen die Küche?

  • Wer kocht und wie häufig?

  • Arbeiten mehrere Personen gleichzeitig?

  • Welche Geräte werden täglich benötigt?

  • Wie werden Lebensmittel eingekauft und gelagert?

  • Wird in der Küche gegessen oder nur zubereitet?

  • Welche Gegenstände müssen untergebracht werden?

  • Gibt es besondere ergonomische Anforderungen?

  • Welche Anschlüsse und baulichen Bedingungen bestehen?

  • Soll die Küche offen mit dem Wohnraum verbunden sein?


Diese Angaben bestimmen den Platzbedarf und die Prioritäten. Ein großzügiger Backbereich, eine große Kühlmöglichkeit oder ein Sitzplatz können wichtiger sein als eine repräsentative Kücheninsel. Die Gestaltung folgt der Nutzung und nicht einem vorgegebenen Küchenbild.


Wie individuelle Gewohnheiten in ein räumliches Anforderungsprofil übersetzt werden, erläutert der Beitrag Bedürfnisse der Nutzer ermitteln.


Den Bestand vollständig aufnehmen

Vor der Planung wird der Raum präzise ausgemessen. Neben Wandlängen und Raumhöhe müssen Fenster, Türen, Brüstungen, Vorsprünge, Schächte und vorhandene Anschlüsse dokumentiert werden.


Für die Küchenplanung sind insbesondere relevant:


  • Positionen von Wasser und Abwasser

  • elektrische Anschlüsse

  • mögliche Geräteanschlüsse

  • Lüftungs- oder Abluftmöglichkeiten

  • Heizflächen

  • Fenstergriffe und Öffnungsbereiche

  • Türanschläge

  • Boden- und Wandaufbauten

  • vorhandene Schächte und Installationen

  • Abweichungen von rechten Winkeln


Ein unvollständiges Aufmaß kann weitreichende Folgen haben. Ein Fensterflügel kollidiert später mit einer Armatur, ein Hochschrank passt nicht unter einen Vorsprung oder eine Tür lässt sich neben der Küchenzeile nicht vollständig öffnen.


Bei Umbau und Sanierung ist außerdem zu klären, welche Anschlüsse verändert werden können. Solche Änderungen müssen frühzeitig mit den zuständigen Fachleuten abgestimmt werden.


Der Beitrag Einen Raum richtig ausmessen zeigt, wie aus dem Bestand eine verlässliche Planungsgrundlage entsteht.


Arbeitsbereiche statt starre Küchenformeln

Küchenplanung wird häufig mit dem sogenannten Arbeitsdreieck zwischen Kühlschrank, Spüle und Kochstelle erklärt. Dieses Prinzip kann eine erste Orientierung bieten, bildet aber nicht jede Küche und jeden Ablauf vollständig ab.


Sinnvoller ist die Betrachtung zusammenhängender Arbeitsbereiche:


  • Bevorraten und Kühlen

  • Vorbereiten

  • Spülen und Entsorgen

  • Kochen und Backen

  • Aufbewahren von Geschirr und Geräten

  • Anrichten und Servieren


Zwischen diesen Bereichen entstehen typische Wege. Lebensmittel werden aus Vorrat und Kühlschrank genommen, gewaschen, vorbereitet, gekocht und anschließend serviert. Benutztes Geschirr gelangt zurück zur Spülzone.


Eine gute Planung verkürzt unnötige Wege, ohne sämtliche Funktionen auf engstem Raum zusammenzudrängen. Besonders wichtig ist eine ausreichend nutzbare Vorbereitungsfläche zwischen den häufig miteinander verbundenen Bereichen.


Welche Aufgaben ein Raum zuverlässig erfüllen muss, behandelt der Artikel Funktionen eines Raumes analysieren.


Küchenformen aus dem Raum entwickeln

Einzeilige, zweizeilige, L-förmige und U-förmige Küchen sowie Lösungen mit Insel besitzen unterschiedliche Stärken. Keine Form ist grundsätzlich die professionellste.


Eine einzeilige Küche kann in einem kompakten Raum oder offenen Wohnbereich funktionieren, verlangt aber eine besonders klare Reihenfolge. Eine zweizeilige Planung bietet viel Arbeits- und Stauraum, benötigt jedoch einen gut dimensionierten Bereich zwischen den Zeilen.


L- und U-Formen nutzen mehrere Wände, erzeugen aber Ecken, deren Stauraum und Arbeitsfläche genau geprüft werden müssen. Eine Kücheninsel kann Arbeitsfläche, Stauraum und Kommunikation verbinden. Sie benötigt dafür ausreichend Raum und geeignete technische Voraussetzungen.


Eine Insel sollte nicht eingesetzt werden, nur weil sie aktuell beliebt ist. Blockiert sie Wege oder bleibt für geöffnete Geräte und Schubladen zu wenig Platz, verschlechtert sie die Küche.


Geöffnete Zustände im Grundriss zeigen

Kühlschrank, Backofen, Geschirrspüler, Schubladen und Auszüge greifen bei der Nutzung in den Raum. Ein geschlossener Küchenplan zeigt diese Konflikte nicht.

Deshalb werden wichtige Elemente geöffnet dargestellt. 


Dabei wird geprüft:


  • Kann eine Person vor dem geöffneten Gerät stehen?

  • Bleibt ein zweiter Weg nutzbar?

  • Kollidieren gegenüberliegende Auszüge?

  • Lässt sich Geschirr zwischen Spülmaschine und Schrank gut einräumen?

  • Kann der Backofen geöffnet und sicher bedient werden?

  • Bleibt der Zugang zu Tür und Fenster frei?


Wie Bedienflächen und Wege im Grundriss untersucht werden, erläutert der Beitrag Laufwege und Bewegungsflächen planen.

Küchenspüle aus Edelstahl mit Geschirr, Gläsern und Kochutensilien aus der Vogelperspektive.

Arbeitshöhen an Nutzung und Personen anpassen

Eine feste Standardhöhe passt nicht automatisch zu jeder Person und Tätigkeit. Körpergröße, Arbeitsweise und Art der Aufgabe beeinflussen, welche Höhe als angenehm empfunden wird.


Schneiden und Vorbereiten stellen andere Anforderungen als kräftiges Kneten oder das Arbeiten am Kochfeld. Spüle und Beckenform verändern ebenfalls die tatsächliche Arbeitshöhe. Wird die Küche von mehreren unterschiedlich großen Personen genutzt, müssen Prioritäten und mögliche Anpassungen besprochen werden.


Auch Sockel, Plattenstärke und Korpus bestimmen die endgültige Höhe. Diese Maße dürfen nicht unabhängig voneinander festgelegt werden. Eine veränderte Arbeitshöhe beeinflusst Fensterbrüstungen, Geräte, Anschlüsse und benachbarte Möbel.


Bei besonderen körperlichen Anforderungen, barrierefreier Nutzung oder Pflege müssen individuelle Lösungen und die jeweils relevanten Vorgaben durch qualifizierte Fachleute geprüft werden.


Der Beitrag Ergonomie in der Raumgestaltung erläutert, wie Körpermaße, Reichweiten und Bewegungsabläufe in die Planung einfließen.


Stauraum nach Arbeitsbereichen ordnen

Küchenstauraum funktioniert besonders gut, wenn Gegenstände dort liegen, wo sie verwendet werden. Töpfe und Pfannen gehören in die Nähe des Kochbereichs. Messer, Bretter und Schüsseln werden am Vorbereitungsplatz benötigt. Geschirr und Besteck sollten zwischen Geschirrspüler und Essbereich sinnvoll erreichbar sein.


Häufig benötigte Gegenstände liegen in gut zugänglichen Höhen. Schwere Geräte und Vorräte werden so untergebracht, dass unnötiges Heben vermieden wird. Tiefe Unterschränke lassen sich mit Auszügen häufig übersichtlicher nutzen als mit einfachen Fachböden.


Eckschränke benötigen eine bewusste Entscheidung. Spezielle Auszüge oder Karussells können die Erreichbarkeit verbessern, beanspruchen aber Konstruktion und Budget. Manchmal ist eine tote Ecke mit besser nutzbaren angrenzenden Auszügen die praktischere Lösung.


Kleine Elektrogeräte benötigen feste Plätze und passende Anschlüsse. Bleiben alle Geräte dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen, geht wertvolle Vorbereitungsfläche verloren.


Wie Inhalt, Erreichbarkeit und Innenaufteilung miteinander verbunden werden, zeigt der Artikel Stauraum intelligent planen.


Arbeitsflächen nicht nur rechnerisch betrachten

Eine Küche kann über viele Meter Arbeitsplatte verfügen und trotzdem wenig zusammenhängende Arbeitsfläche bieten. Spüle, Kochfeld, Kleingeräte und hohe Schränke unterbrechen die Nutzbarkeit.


Wichtig ist deshalb, wo freie Flächen liegen. Eine ausreichend große Vorbereitungszone sollte in sinnvoller Beziehung zu Spüle, Vorrat und Kochstelle stehen. Neben heißen Geräten und Backofen werden sichere Abstellmöglichkeiten benötigt.


Auch Oberschränke und vorspringende Elemente beeinflussen die Nutzung. Eine Arbeitsfläche kann im Grundriss großzügig erscheinen und durch ein niedriges Regal oder eine unpassende Tiefe unbequem werden.

Steckdosen und Anschlüsse sollten sich an den tatsächlichen Arbeitsbereichen orientieren. Ihre technische Planung und Ausführung muss durch qualifizierte Fachkräfte erfolgen.


Küchenbeleuchtung in mehreren Ebenen

Eine helle Deckenleuchte garantiert keine gut beleuchtete Arbeitsfläche. Steht die Person zwischen Leuchte und Küchenzeile, kann der eigene Körper Schatten auf die Arbeitsfläche werfen.


Ein Küchenlichtkonzept kann aus mehreren Ebenen bestehen:


  • Grundbeleuchtung für Orientierung

  • direktes oder geeignet gerichtetes Licht an Arbeitsflächen

  • Beleuchtung von Insel oder Esstisch

  • Licht in oder an Schränken

  • atmosphärisches Licht für den offenen Wohnbereich


Arbeitslicht sollte die Fläche gleichmäßig erreichen und darf nicht unangenehm blenden. Glänzende Arbeitsplatten, Glasfronten und polierter Stein können Lichtquellen spiegeln. Leuchtenposition und Oberflächen müssen deshalb gemeinsam geprüft werden.


Wie Tageslicht, Funktionslicht und Akzentbeleuchtung entwickelt werden, erklärt der Beitrag Grundlagen der Lichtplanung.


Lüftung und Dunstabzug früh klären

Kochen erzeugt Gerüche, Feuchtigkeit und je nach Nutzung weitere Belastungen. Deshalb muss früh geklärt werden, welche Lüftungs- oder Dunstabzugslösung technisch und räumlich möglich ist.


Abluft- und Umluftsysteme stellen unterschiedliche Anforderungen. Leitungsführung, Filter, Wartung, Geräusch, Gebäudehülle und vorhandene Lüftungstechnik müssen mit den zuständigen Fachleuten abgestimmt werden.


Eine auffällige Abzugshaube kann gestalterischer Mittelpunkt sein. Ein integriertes System tritt optisch zurück. Die Gestaltung darf jedoch Funktion, Reinigung und Erreichbarkeit nicht beeinträchtigen.

Materialien nach Belastung auswählen

Küchenoberflächen kommen mit Feuchtigkeit, Wärme, Fett, Lebensmitteln und Reinigungsmitteln in Kontakt. Die Auswahl richtet sich deshalb nicht allein nach Farbe und Stil.


Arbeitsplatten müssen zur tatsächlichen Nutzung passen. Schneiden, heiße Gegenstände, stehendes Wasser und färbende Lebensmittel können unterschiedliche Spuren hinterlassen. Herstellerangaben zu Reinigung, Temperatur- und Fleckenbeständigkeit sind zu beachten.


Fronten werden häufig berührt. Matte dunkle Oberflächen können Fingerabdrücke ebenso sichtbar zeigen wie bestimmte glänzende Materialien. Strukturierte Fronten verändern Haptik und Lichtwirkung, müssen sich aber angemessen reinigen lassen.


Bei Rückwänden, Böden und Fugen sind Feuchtigkeit, Pflege und fachgerechte Anschlüsse zu berücksichtigen. Das sichtbare Oberflächenmaterial allein sagt noch nichts über den vollständigen Aufbau aus.


Der Beitrag Materialien sinnvoll auswählen zeigt, wie Belastung, Pflege, Innenraumverträglichkeit und technische Eignung gemeinsam bewertet werden.


Küche und Wohnraum gestalterisch verbinden

In offenen Grundrissen ist die Küche aus dem Wohn- und Essbereich dauerhaft sichtbar. Sie sollte mit dem übrigen Raum verbunden werden, ohne ihre Funktion zu verlieren.

Wiederkehrende Materialien können Zusammenhang schaffen. Ein Holzton der Küche erscheint beispielsweise am Esstisch oder in einem Wohnmöbel. Ein Metallton verbindet Leuchten, Griffe und Armaturen. Wandfarben oder Textilien führen die Palette weiter.


Die Küche darf dennoch eine eigene Materialgewichtung besitzen. Robuste Arbeitsoberflächen erfüllen andere Aufgaben als Wohntextilien. Eine nachvollziehbare Farbharmonie verbindet beide Bereiche, ohne sie identisch zu gestalten.


Wie unterschiedliche Oberflächen in einer gemeinsamen Materialordnung zusammenwirken, erläutert der Beitrag Oberflächen und Strukturen kombinieren.


Grundriss und Innenraumaufrisse verbinden

Der Grundriss zeigt Arbeitsbereiche, Wege und die Stellung der Küchenmöbel. Für die vollständige Planung reichen Draufsichten allein jedoch nicht aus.


Innenraumaufrisse zeigen:


  • Höhen von Arbeitsplatten und Hochschränken

  • Anordnung von Geräten

  • Teilung der Fronten

  • Positionen von Oberschränken und Regalen

  • Wand- und Rückwandmaterialien

  • Fensterbeziehungen

  • Leuchten und Anschlüsse

  • Fugen, Griffe und sichtbare Linien


Eine Küchenzeile kann im Grundriss funktional aussehen und im Aufriss unruhig gegliedert sein. Unterschiedliche Gerätehöhen, viele kleine Fronten oder schlecht abgestimmte Fugen werden erst in der Wandansicht deutlich.


Der Beitrag Innenraumaufrisse zeichnen erklärt, wie solche Ansichten maßstäblich aufgebaut werden.


Perspektiven aus sinnvollen Blickrichtungen

Eine Küchenvisualisierung sollte die wichtigsten räumlichen Zusammenhänge zeigen. Geeignete Blickrichtungen liegen beispielsweise am Eingang, am Esstisch oder innerhalb des offenen Wohnbereichs.


Extrem weitwinklige Darstellungen lassen Räume größer erscheinen und verändern Proportionen. Für eine glaubwürdige Präsentation werden Perspektiven gewählt, die der menschlichen Wahrnehmung näherkommen.


Mindestens eine Darstellung sollte die Arbeitsbereiche und eine zweite die Verbindung zum übrigen Raum zeigen. Geöffnete Auszüge oder eine Nutzungssituation können ergänzen, wie die Küche funktioniert.


Material- und Geräteauswahl eindeutig dokumentieren

Eine Präsentation muss klar erkennen lassen, welche Elemente festgelegt und welche noch beispielhaft sind. Farben, Fronten, Arbeitsplatten, Griffe, Armaturen, Geräte und Leuchten erhalten eindeutige Bezeichnungen.


Ein Materialboard zeigt Haptik und Farbbeziehungen. Eine Geräte- und Ausstattungsliste ergänzt technische Informationen. Grundriss und Ansichten verweisen über einheitliche Nummern auf die Auswahl.


Abweichungen zwischen Visualisierung und tatsächlichem Produkt müssen kenntlich gemacht werden. Eine atmosphärische Darstellung darf nicht den Eindruck erwecken, dass jedes gezeigte Detail bereits technisch geprüft oder beauftragt ist.


Wie Grundriss, Lichtplan, Materialboard und Visualisierung zu einer verständlichen Geschichte verbunden werden, zeigt der Beitrag Farb-, Licht- und Materialkonzepte präsentieren.


Zuständigkeiten und Fachplanung

Interior Designer entwickeln Raumorganisation, Materialwirkung, Lichtidee und gestalterische Einbindung. Technische Planung und Ausführung von Elektro, Wasser, Abwasser, Lüftung und gegebenenfalls Gas gehören in die Hände qualifizierter Fachleute.


Auch Statik, Brandschutz, Abdichtung, Schallschutz und weitere Anforderungen können je nach Projekt relevant sein. Gerätehersteller und Küchenfachbetriebe geben Einbau- und Belüftungsvorgaben vor, die frühzeitig berücksichtigt werden müssen.


Eine professionelle Planung erkennt diese Schnittstellen und stimmt sie rechtzeitig ab. Gestaltung und technische Machbarkeit dürfen nicht unabhängig voneinander entwickelt werden.


Küchenplanung am IBKK

Am IBKK lernen die Teilnehmenden, Küchen als Funktionsräume und als Teil eines gesamten Interior-Design-Konzepts zu planen. Sie analysieren Abläufe, entwickeln Grundrissvarianten und prüfen Geräte sowie Schränke im geöffneten Zustand.


Innenraumaufrisse klären Frontteilungen und Höhen. Perspektivische Handskizzen zeigen Raumwirkung und Materialität. Farb-, Licht- und Materialboards bereiten die Präsentation vor.


Dadurch entsteht kein oberflächliches Küchenbild, sondern ein gutes Raumkonzept, das Nutzung, Gestaltung und verständliche Kommunikation miteinander verbindet.

Küchen richtig planen: Arbeitsabläufe, Stauraum und Präsentation

Das Video zum Nachlesen

Das Video zeigt, wie aus Aufmaß, Arbeitsbereichen und Grundrissvarianten eine funktionale Küchenplanung entsteht. Stauraum, Licht, Materialien und Präsentationsunterlagen werden dabei gemeinsam entwickelt.

Häufige Fragen zur Küchenplanung


Was ist der erste Schritt einer Küchenplanung?

Zuerst werden Nutzer, Kochgewohnheiten, benötigte Geräte und Stauraum erfasst. Danach folgt das vollständige Aufmaß mit Fenstern, Türen, Anschlüssen und baulichen Besonderheiten.


Was bedeutet das Arbeitsdreieck in der Küche?

Es beschreibt die Beziehung zwischen Kühlschrank, Spüle und Kochstelle. Als Orientierung kann es hilfreich sein. Moderne Küchen sollten jedoch über vollständige Arbeitsbereiche und tatsächliche Abläufe geplant werden.


Ist eine Kücheninsel immer sinnvoll?

Nein. Eine Insel benötigt ausreichend Raum, passende Laufwege und gegebenenfalls technische Anschlüsse. In einem zu kleinen Grundriss kann sie Bewegungsflächen blockieren und die Nutzung verschlechtern.


Wie viel Arbeitsfläche braucht eine Küche?

Das hängt von Kochgewohnheiten, Geräten und Personenzahl ab. Wichtiger als die Gesamtlänge ist eine ausreichend große, zusammenhängende Vorbereitungsfläche an einer funktional sinnvollen Stelle.


Wo sollten Küchengeräte angeordnet werden?

Geräte werden nach Arbeitsabläufen, Erreichbarkeit, Anschlüssen und Bedienflächen positioniert. Herstellerangaben zu Einbau, Belüftung und Abständen müssen beachtet werden.


Welche Beleuchtung braucht eine Küche?

Grundbeleuchtung sorgt für Orientierung, während Funktionslicht die Arbeitsflächen unterstützt. Insel, Essplatz, Schränke und offene Regale können weitere Lichtquellen benötigen. Blendung und Spiegelungen sind zu prüfen.


Welche Materialien eignen sich für Küchen?

Geeignet sind Materialien, die zu Beanspruchung, Feuchtigkeit, Wärme und Pflege passen. Nicht die Materialgruppe allein, sondern das konkrete Produkt, seine Oberfläche und sein fachgerechter Aufbau entscheiden.


Wie präsentiert man eine Küchenplanung?

Ein bemaßter Grundriss zeigt Wege und Arbeitsbereiche. Innenraumaufrisse erklären Fronten, Geräte und Höhen. Perspektiven und Materialmuster vermitteln die Raumwirkung. Eine eindeutige Produkt- und Materialübersicht dokumentiert die Auswahl.


Fazit: Küchenplanung verbindet viele Ebenen

Eine gute Küche entsteht aus den tatsächlichen Abläufen ihrer Nutzer. Arbeitsbereiche, Geräte, Stauraum und Bewegungsflächen müssen als zusammenhängendes System funktionieren. Küchenform und Gestaltung ergeben sich erst daraus.


Grundriss, Innenraumaufrisse, Perspektiven und Materialmuster machen die Lösung verständlich. Werden technische Schnittstellen früh mit qualifizierten Fachleuten abgestimmt, entsteht eine Planung, die funktional, gestalterisch und ausführbar ist.

Andreas M. Modzelewski, Direktor und Dozent des IBKK

Über den Autor

Andreas M. Modzelewski


Andreas M. Modzelewski ist Diplom-Designer, ausgebildeter Bauzeichner, Autor und Direktor des IBKK Design- und Kunstzentrums. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassen Interior Design, Raumkonzeption, perspektivisches Zeichnen, räumliche Visualisierung, visuelle Kommunikation und kreative Entwurfsmethoden.

Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher zu Architekturzeichnung, Interior-Zeichnung, Koloration und Zeichentechniken.

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In der dreimonatigen, berufsbegleitenden Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ lernst du, funktionale und atmosphärische Raumkonzepte zu entwickeln – von der Raumanalyse und der ersten Handskizze über Farbe, Material und Licht bis zur KI-gestützten Visualisierung und professionellen Präsentation.
 

Der Lehrgang umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Du kannst live am IBKK in Bochum oder online über Microsoft Teams teilnehmen. Die Gruppe ist auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, damit Zeichnungen und Projekte persönlich besprochen und fachlich begleitet werden können.

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03 – Ergonomie in der Raumgestaltung

Der Artikel „Ergonomie in der Raumgestaltung“ erklärt, wie Körpermaße, Reichweiten, Arbeitshöhen und Bewegungsabläufe bei der Planung berücksichtigt werden.


04 – Farb-, Licht- und Materialkonzepte präsentieren

In „Farb-, Licht- und Materialkonzepte präsentieren“ erfahren Sie, wie Grundriss, Materialboard, Lichtplan und Raumvisualisierung zu einer verständlichen Konzeptpräsentation verbunden werden.

Die Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ersetzt kein Studium der Innenarchitektur und berechtigt nicht zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“. Der Lehrgang endet mit einem lehrgangsinternen Kompetenznachweis und einem IHK-Zertifikat, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfung.

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