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Interior Design fuer Tischler und Schreiner

Berufe und Zielgruppen

Interior Design für Tischler und Schreiner

Präsentiere individuelle Einbauten im räumlichen Zusammenhang und verbinde handwerkliche Lösungen mit schlüssigen Gesamtkonzepten.

Individuelle Wandgarderobe und Ablagen aus Holz mit Sportgeräten und persönlichen Gegenständen – funktionale Stauraumlösung im Interior Design.

Donnerstag, 07.01.2027

NÄCHSTER BEGINN

Warum ist Interior Design für Tischler und Schreiner wichtig?

Interior-Design-Kenntnisse ermöglichen Tischlern und Schreinern, Möbel als Teil des gesamten Raumes zu entwickeln. Sie können Nutzerbedürfnisse analysieren, Grundrisse lesen, Proportionen prüfen und Materialien, Farben sowie Licht aufeinander abstimmen. Handskizzen, Aufrisse und Visualisierungen erleichtern die Beratung und machen aus einer handwerklich guten Konstruktion eine nachvollziehbare räumliche Gesamtlösung.

Handwerkliche Qualität und räumliche Gestaltung verbinden


Tischler und Schreiner verfügen über umfassendes Wissen zu Konstruktion, Material, Fertigung und Montage. Sie wissen, wie Verbindungen ausgeführt werden, welche Werkstoffe sich für einen bestimmten Einsatz eignen und wie ein Möbel dauerhaft funktioniert.


Interior Design ergänzt diese Kompetenz um den Blick auf den gesamten Raum. Ein maßgefertigter Schrank kann konstruktiv hervorragend sein und trotzdem zu massiv wirken. Eine Sitzbank kann perfekt verarbeitet sein, aber einen wichtigen Laufweg einengen. Eine Einbauküche kann viel Stauraum bieten und dennoch schlecht mit Ess- und Wohnbereich verbunden sein.


Die gestalterische Aufgabe besteht deshalb nicht allein darin, einem Möbel eine schöne Form zu geben. Das Möbel muss eine räumliche Funktion übernehmen und sich zu Architektur, Nutzung, Licht und vorhandener Einrichtung verhalten.


Die Aufgabe hinter dem Möbel verstehen

Kunden fragen häufig zunächst nach einem konkreten Produkt: einem Einbauschrank, einer Garderobe, einem Regal oder einer Medienwand. Hinter diesem Wunsch steht jedoch meist eine umfassendere räumliche Aufgabe.


Ein Garderobenschrank soll möglicherweise nicht nur Jacken aufnehmen, sondern den Eingangsbereich ordnen, eine Sitzmöglichkeit schaffen und Technik verbergen. Eine Medienwand kann Stauraum, Beleuchtung, Akustik und Raumgliederung verbinden. Eine Einbaubank kann als Sitzplatz, Truhe und Übergang zwischen Küche und Essbereich dienen.


Vor dem Entwurf sollten daher folgende Punkte geklärt werden:


  • Wer nutzt das Möbel?

  • Welche Gegenstände werden aufbewahrt?

  • Wie häufig werden sie benötigt?

  • Welche Tätigkeiten finden in unmittelbarer Nähe statt?

  • Welche vorhandenen Möbel bleiben erhalten?

  • Welche Laufwege verlaufen am Möbel vorbei?

  • Welche technischen Geräte müssen integriert werden?

  • Welche Lichtquellen sind vorhanden oder geplant?

  • Welche Materialien prägen den Raum?

  • Welche ergonomischen Anforderungen bestehen?

  • Muss das Möbel später verändert oder erweitert werden?

  • Wie erfolgen Lieferung und Montage?


Bedürfnisse in konkrete Anforderungen übersetzen

Kunden formulieren Wünsche häufig allgemein: mehr Stauraum, eine ruhige Optik, natürliche Materialien oder ein Möbel, das nicht zu groß wirkt. Für die Planung müssen solche Aussagen konkretisiert werden.


„Mehr Stauraum“ kann bedeuten, dass lange Kleidung, Schuhe, Bücher, Akten oder technische Geräte untergebracht werden sollen. „Pflegeleicht“ hängt davon ab, welche Belastungen tatsächlich auftreten. „Natürlich“ kann sich auf echtes Massivholz, Furnier, sichtbare Maserung oder lediglich eine warme Farbwirkung beziehen.


Eine gute Beratung übersetzt persönliche Wünsche in überprüfbare Planungsentscheidungen. Dadurch wird verständlich, warum eine bestimmte Tiefe, Teilung, Oberfläche oder Öffnungsart vorgeschlagen wird.


Den Raum vollständig aufnehmen

Maßgefertigte Einbauten benötigen ein präzises Aufmaß. Neben den grundlegenden Raummaßen werden alle Bauteile erfasst, die Konstruktion und Montage beeinflussen.


Dazu gehören:


  • Wandlängen und Raumhöhen

  • Winkel und Wandverläufe

  • Boden- und Deckenunebenheiten

  • Türen und Fenster

  • Sockelleisten und Zargen

  • Heizkörper und Lüftungsöffnungen

  • Steckdosen und Schalter

  • Wasser- und weitere Anschlüsse

  • Vorsprünge, Nischen und Schächte

  • Dachschrägen

  • vorhandene Einbauten

  • Wand- und Deckenbeschaffenheit

  • Transport- und Montagewege


Bei raumhohen Einbauten können geringe Abweichungen entscheidend sein. Ein sauber erstellter Grundriss reicht allein nicht aus. Je nach Möbel werden zusätzlich Aufrisse, Schnitte, Detailmaße und ein Kontrollaufmaß benötigt.


Den Grundriss als Teil des Entwurfes nutzen

Der Grundriss zeigt, wie sich das Möbel zu Türen, Fenstern, Laufwegen und anderen Einrichtungsgegenständen verhält. Er macht sichtbar, ob Schranktüren geöffnet werden können, ob eine Sitzbank den Durchgang einengt und wie viel freie Fläche nach dem Einbau verbleibt.


Einbaumöbel können Architektur ergänzen oder neue Raumzonen schaffen. Ein Regal kann zwei Bereiche trennen, ohne sie vollständig zu schließen. Eine Schrankwand kann eine unruhige Wandfläche ordnen. Ein raumhoher Einbau kann Nischen aufnehmen und die Geometrie des Raumes beruhigen.


Bestand und maßgefertigten Einbau zusammenführen

Ein neues Möbel trifft fast immer auf vorhandene Architektur und Einrichtung. Böden, Türen, Fensterrahmen, Heizkörper und weitere Möbel bestimmen die räumliche Wirkung mit.

Der neue Einbau muss diese Elemente nicht nachahmen. Er kann sich zurücknehmen, bewusst kontrastieren oder zwischen unterschiedlichen Materialien vermitteln. 


Entscheidend ist, dass die Beziehung beabsichtigt wirkt und nicht zufällig entsteht.

Geometrische Holzformen und Schablone auf heller Oberfläche – spielerische Auseinandersetzung mit Form, Proportion und Gestaltung.

Einbaumöbel funktional und proportional entwickeln


Maßgefertigte Möbel können Raum besonders effizient nutzen. Sie dürfen jedoch nicht nur jede verfügbare Fläche füllen. Gute Einbauten schaffen Ordnung, verbessern Abläufe und geben dem Raum eine klare Struktur.


Stauraum vom Inhalt aus planen

Ein Schrank sollte nicht zuerst als Fassade entworfen werden. Sein Inhalt bestimmt Tiefe, Teilung, Beschläge und Zugänglichkeit.


Vor der Planung wird erfasst:


  • Art und Menge der Gegenstände

  • Abmessungen der größten Gegenstände

  • Zugriffshäufigkeit

  • Gewicht

  • offene oder geschlossene Aufbewahrung

  • Belüftungsbedarf

  • Strom- und Datenanschlüsse

  • Schutz vor Licht, Staub oder Feuchtigkeit

  • mögliche Erweiterung

  • Anforderungen an Reinigung und Pflege


Häufig verwendete Gegenstände gehören in gut erreichbare Bereiche. Selten Benötigtes kann höher oder tiefer untergebracht werden. Schwere Gegenstände benötigen geeignete Böden, Beschläge und eine sichere Erreichbarkeit.


Innenausstattung und Frontgliederung werden gemeinsam entwickelt. Eine ruhige Front darf nicht dazu führen, dass der Innenraum schlecht nutzbar ist. Umgekehrt sollte eine praktische Innenaufteilung nicht zwangsläufig eine unruhige äußere Teilung erzeugen.


Proportionen im Raum prüfen

Ein Möbel kann auf einer Werkstattzeichnung ausgewogen wirken und im Raum dennoch zu schwer oder kleinteilig erscheinen. Raumhöhe, Wandlänge, Fenster, Türen und benachbarte Möbel beeinflussen seine Wahrnehmung.


Wichtige Beziehungen sind:


  • Möbelhöhe zur Raumhöhe

  • Möbelbreite zur Wandfläche

  • Teilungen zur Gesamtform

  • Sockel und Schattenfugen

  • offene zu geschlossenen Flächen

  • Griffgrößen zu Frontformaten

  • Materialwechsel zur Konstruktion

  • Einbau zum vorhandenen Bestand


Horizontale Linien können einen Raum breiter erscheinen lassen. Vertikale Gliederungen betonen Höhe. Sehr viele kleine Fächer und Frontteilungen erzeugen Unruhe, während sehr große ungeteilte Flächen konstruktive und materialbedingte Grenzen haben können.


Bewegungs- und Bedienflächen berücksichtigen

Vor Schränken, Schubladen, Klappen und Sitzbänken wird Platz für Nutzung benötigt. Schranktüren dürfen nicht mit Raumtüren, Leuchten oder anderen Möbeln kollidieren. Auszüge müssen vollständig geöffnet und schwere Gegenstände sicher entnommen werden können.


Besondere Aufmerksamkeit benötigen:


  • Eckschränke

  • gegenüberliegende Möbel

  • enge Flure

  • Dachschrägen

  • ausziehbare Tische

  • Klapp- und Schiebemechanismen

  • Sitznischen

  • Arbeitsplätze

  • integrierte Betten

  • bewegliche Raumteiler


Ein Schiebetürsystem spart den Schwenkbereich einer Drehtür, benötigt aber konstruktiven Platz und erlaubt nicht immer den gleichzeitigen Zugriff auf alle Schrankbereiche. Jede Lösung besitzt Vor- und Nachteile, die zur Nutzung passen müssen.

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Ergonomie mit Konstruktion verbinden

Arbeitshöhen, Sitzflächen, Griffe und Ablagen werden an Nutzer und Tätigkeit angepasst. Eine Garderobenbank stellt andere Anforderungen als ein Arbeitsplatz, eine Küche oder ein Waschtischunterschrank.


Ergonomisch relevante Punkte sind:


  • Sitz- und Arbeitshöhen

  • Erreichbarkeit

  • Griffpositionen

  • Kraftaufwand bei der Bedienung

  • Beinfreiheit

  • Bewegungsrichtung

  • Sicht auf Inhalte

  • Körperhaltung bei wiederkehrenden Tätigkeiten

  • Nutzung durch Kinder oder ältere Menschen

  • spätere Anpassungsmöglichkeiten


Beschläge und technische Systeme können die Bedienung erleichtern. Sie müssen jedoch zuverlässig, wartbar und für die erwartete Belastung geeignet sein.


Multifunktionale Möbel nachvollziehbar gestalten

In kleinen Räumen können Möbel mehrere Aufgaben übernehmen. Eine Sitzbank bietet Stauraum, ein Regal gliedert den Raum, ein Schrank enthält einen Arbeitsplatz oder ein Bett verschwindet tagsüber in einem Einbau.


Multifunktionale Lösungen sind dann überzeugend, wenn jede Funktion gut nutzbar bleibt. Komplizierte Mechanismen, viele notwendige Umbauhandlungen oder schwer erreichbare Bestandteile können den Alltag belasten.


Vor dem Entwurf wird geprüft:


  • Wie häufig wechselt die Nutzung?

  • Wie schnell muss der Umbau möglich sein?

  • Wo verbleiben lose Gegenstände?

  • Welche Sicherheitsanforderungen bestehen?

  • Wie wird das Möbel gereinigt und gewartet?

  • Sind alle Funktionen ergonomisch nutzbar?

  • Welche Funktion hat Vorrang?


Lieferung und Montage mitentwerfen

Ein Einbaumöbel muss nicht nur in den Raum passen, sondern auch dorthin gelangen. Treppenhaus, Aufzug, Türen und Wendebereiche beeinflussen Elementgrößen und Konstruktion.


Bereits im Entwurf werden deshalb bedacht:


  • Transportmaße

  • Gewicht der Elemente

  • Montagefolge

  • notwendige Toleranzen

  • Zugänglichkeit der Befestigungen

  • Schutz vorhandener Oberflächen

  • Wand- und Deckenanschlüsse

  • Demontierbarkeit

  • Austausch technischer Komponenten

  • spätere Wartung


Eine elegante, durchgehende Fläche kann in der Fertigung und Montage aus mehreren Teilen bestehen. Die Fugen und Verbindungen sollten dann gestalterisch bewusst positioniert werden.

Materialwissen gestalterisch einsetzen


Tischler und Schreiner kennen Holz, Furniere, Plattenwerkstoffe, Beschläge und Oberflächen aus der Verarbeitung. Interior Design ergänzt dieses Wissen um die Frage, wie Materialien im Raum wahrgenommen werden und miteinander in Beziehung stehen.


Material passend zu Funktion und Wirkung auswählen

Die Auswahl beginnt bei den technischen und funktionalen Anforderungen. Belastung, Feuchtigkeit, Reinigung, Licht und Konstruktion beeinflussen, welches Material geeignet ist.


Gleichzeitig besitzt jedes Material eine gestalterische Wirkung. Eine stark gemaserte Holzoberfläche erzeugt mehr Bewegung als eine ruhige, einfarbige Fläche. Helle Hölzer können leicht wirken, dunkle Materialien Tiefe und Präsenz schaffen. Entscheidend bleibt das Verhältnis von Material, Fläche und Raum.


Zu prüfen sind:


  • konstruktive Eignung

  • Belastbarkeit

  • Feuchte- und Temperaturverhalten

  • Kratz- und Stoßempfindlichkeit

  • Reinigungsfähigkeit

  • Reparaturmöglichkeiten

  • Alterungsverhalten

  • Haptik

  • Herkunft und Verfügbarkeit

  • gestalterische Wirkung


Holzarten und Oberflächen kombinieren

Mehrere Holzarten können in einem Raum miteinander funktionieren. Sie müssen nicht zwangsläufig identisch sein. Untertöne, Helligkeit, Maserung und Flächenanteile sollten jedoch aufeinander abgestimmt werden.


Schwierig wirken häufig Oberflächen, die nahezu gleich sein sollen, sich aber sichtbar unterscheiden. Ein bewusster Kontrast zwischen hellem und dunklem Holz kann klarer erscheinen als zwei knapp voneinander abweichende Dekore.


Auch der Glanzgrad beeinflusst die Wahrnehmung. Matte Oberflächen streuen Licht und wirken häufig ruhiger. Glänzende Flächen betonen Reflexionen, Kanten und Unebenheiten stärker.


Farbe als Bestandteil des Einbaumöbels verstehen

Lackierte Flächen, farbige Schichtstoffe und pigmentierte Oberflächen können Einbaumöbel mit Wand, Boden und vorhandener Einrichtung verbinden. Das Möbel muss nicht grundsätzlich in Holzoptik erscheinen, nur weil es handwerklich gefertigt wird.


Farbe kann unterschiedliche Aufgaben übernehmen:


  • Einbau optisch zurücknehmen

  • Möbel als Schwerpunkt hervorheben

  • offene und geschlossene Bereiche unterscheiden

  • Architektur und Möbel verbinden

  • Nischen betonen

  • Raumzonen kennzeichnen

  • vorhandene Materialien aufnehmen


Farbmuster sollten im vorgesehenen Raum und unter den vorhandenen Lichtbedingungen geprüft werden. Kleine Musterflächen vermitteln die Wirkung großer Fronten nur eingeschränkt.


Beleuchtung konstruktiv integrieren

Integrierte Beleuchtung kann Regale, Arbeitsflächen, Vitrinen und Nischen funktional unterstützen. Sie muss früh geplant werden, damit Kabel, Netzteile, Sensoren und Wartungszugänge nicht nachträglich improvisiert werden.


Zu berücksichtigen sind:


  • gewünschte Lichtwirkung

  • Blendung und Reflexion

  • Wärmeentwicklung

  • Stromzuführung

  • Position von Netzteilen

  • Austausch und Wartung

  • Schalt- und Steuerungsmöglichkeiten

  • Materialverträglichkeit

  • Abstimmung mit der Raumbeleuchtung


Die Elektroplanung und der Anschluss gehören zu den jeweils qualifizierten Fachkräften. Tischler und Schreiner entwickeln die konstruktive Integration und koordinieren sie mit der Fachplanung.


Entwurfsideen von Hand entwickeln

Handskizzen ermöglichen schnelle Varianten, bevor Konstruktion und Details vollständig festgelegt werden. Proportionen, offene und geschlossene Flächen oder Materialwechsel lassen sich unmittelbar vergleichen.


Im Kundengespräch wird die Skizze zum gemeinsamen Werkzeug. Kunden können sehen, wie ihre Anforderungen räumlich umgesetzt werden. Änderungen lassen sich aufnehmen, ohne bereits ein vollständiges digitales Modell überarbeiten zu müssen.


Grundriss, Aufriss und Schnitt zusammenführen

Für ein Einbaumöbel werden mehrere Darstellungsarten benötigt:


  • Der Grundriss zeigt Tiefe, Position und Bewegungsfläche.

  • Der Aufriss zeigt Frontgliederung, Höhen und Beziehungen zur Wand.

  • Der Schnitt zeigt Konstruktion, Innenleben und Anschlüsse.

  • Die Perspektive vermittelt Raumwirkung und Materialien.

  • Detailzeichnungen erklären Verbindungen und besondere Ausführungen.


Der Innenraumaufriss ist besonders wichtig, weil er das Möbel im Zusammenhang mit Türen, Fenstern, Sockeln und Raumhöhe zeigt.


Das Konzept vor der Fertigung verständlich präsentieren

Eine professionelle Präsentation kann enthalten:


  • Bedarfs- und Bestandsanalyse

  • Aufmaß

  • Grundriss

  • Innenraumaufrisse

  • Schnitte

  • Perspektivskizzen oder Visualisierungen

  • Material- und Farbkonzept

  • Beschläge und Funktionen

  • Beleuchtungsidee

  • Stauraumaufteilung

  • technische Schnittstellen

  • Montage- und Detailhinweise


Die Präsentation trennt Entwurfsentscheidungen und technische Werkplanung klar voneinander. Kunden verstehen dadurch zunächst das räumliche Konzept. Anschließend wird die freigegebene Lösung konstruktiv ausgearbeitet.


Interior Design erweitert das handwerkliche Angebot

Mit Interior-Design-Kenntnissen können Tischler und Schreiner früher in den Planungsprozess einsteigen. Sie setzen nicht nur eine bereits festgelegte Idee um, sondern entwickeln gemeinsam mit Kunden eine Lösung.


Besonders wertvoll sind:


  • Nutzerbedürfnisse analysieren

  • Raumfunktionen verstehen

  • Grundrisse lesen und entwickeln

  • Proportionen beurteilen

  • Raumideen skizzieren

  • Möbel im Raum positionieren

  • Farben und Materialien abstimmen

  • Licht in Einbauten integrieren

  • Entwürfe präsentieren

  • Gestaltung und Werkplanung unterscheiden


Dadurch entsteht ein Beratungsangebot, das handwerkliche Erfahrung und räumliche Gestaltung glaubwürdig verbindet.

Interior Design für Tischler und Schreiner: Möbel räumlich denken

Das Video zum Nachlesen

Das Video zeigt, wie Nutzerbedürfnisse, Aufmaß, Konstruktion, Materialien und Raumwirkung zu einem maßgefertigten Innenausbaukonzept werden.

Häufige Fragen zu Interior Design für Tischler und Schreiner


Warum sollten Tischler und Schreiner Interior Design lernen?

Sie können dadurch Möbel stärker aus Raum, Nutzung und Architektur entwickeln. Außerdem lassen sich Kunden umfassender beraten und Entwurfsideen verständlicher präsentieren.


Welche Zeichnungen werden für ein Einbaumöbel benötigt?

Je nach Projekt werden Grundriss, Innenraumaufriss, Schnitt, Perspektive und Detailzeichnungen benötigt. Die Entwurfszeichnungen erklären das Konzept, während die Werkplanung Konstruktion und Fertigung festlegt.


Reicht ein genaues Aufmaß für einen guten Entwurf?

Nein. Das Aufmaß sichert die räumlichen Voraussetzungen. Zusätzlich müssen Nutzung, Proportionen, Bewegungsflächen, Materialien und vorhandene Einrichtung berücksichtigt werden.


Wie werden verschiedene Holzarten kombiniert?

Helligkeit, Untertöne, Maserung, Glanzgrad und Flächenanteile werden miteinander verglichen. Ein klarer Kontrast kann überzeugender wirken als zwei beinahe gleiche, aber sichtbar abweichende Holzdekore.


Wie plant man Stauraum richtig?

Zunächst werden Gegenstände, Mengen, Maße, Gewichte und Zugriffshäufigkeit erfasst. Danach entstehen Schranktiefe, Innenaufteilung, Beschläge und äußere Frontgliederung.


Kann ein Tischler auch vollständige Raumkonzepte anbieten?

Interior-Design-Kenntnisse ermöglichen eine umfassendere gestalterische Beratung. Genehmigungspflichtige, statische oder technische Fachplanungen bleiben jedoch bei den jeweils qualifizierten Planern und Fachbetrieben.


Wer darf integrierte Elektroinstallationen anschließen?

Elektrische Anschlüsse und die Prüfung der Installation müssen von qualifizierten Elektrofachkräften übernommen werden. Die konstruktive Integration wird frühzeitig mit ihnen abgestimmt.


Fazit: Einbaumöbel gestalten den gesamten Raum

Maßgefertigte Möbel lösen nicht nur eine konstruktive Aufgabe. Sie ordnen Funktionen, schaffen Stauraum, verändern Proportionen und können unterschiedliche Raumbereiche miteinander verbinden.


Interior-Design-Kenntnisse helfen Tischlern und Schreinern, diese Wirkung bewusst zu entwickeln. Grundriss, Aufriss, Schnitt und Handskizze machen die Idee verständlich. Materialwissen und handwerkliche Erfahrung sichern die Ausführung. So entsteht aus einem guten Möbel ein überzeugender Innenraum.

Andreas M. Modzelewski, Direktor und Dozent des IBKK

Über den Autor

Andreas M. Modzelewski


Andreas M. Modzelewski ist Diplom-Designer, ausgebildeter Bauzeichner, Autor und Direktor des IBKK Design- und Kunstzentrums. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Erwachsenenbildung. Seine fachlichen Schwerpunkte umfassen Interior Design, Raumkonzeption, perspektivisches Zeichnen, räumliche Visualisierung, visuelle Kommunikation und kreative Entwurfsmethoden.

Als Autor veröffentlichte er mehrere Bücher zu Architekturzeichnung, Interior-Zeichnung, Koloration und Zeichentechniken.

Interior Design praktisch lernen

In der dreimonatigen, berufsbegleitenden Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ lernst du, funktionale und atmosphärische Raumkonzepte zu entwickeln – von der Raumanalyse und der ersten Handskizze über Farbe, Material und Licht bis zur KI-gestützten Visualisierung und professionellen Präsentation.
 

Der Lehrgang umfasst 100 Unterrichtseinheiten. Du kannst live am IBKK in Bochum oder online über Microsoft Teams teilnehmen. Die Gruppe ist auf maximal 15 Teilnehmende begrenzt, damit Zeichnungen und Projekte persönlich besprochen und fachlich begleitet werden können.

Interior-Design-Entwurf mit Möbelklassikern und Raumgestaltung

DEIN NÄCHSTER SCHRITT · INTERIOR DESIGN (IHK)

Einbauten als Teil des Raums gestalten

Du möchtest handwerkliche Lösungen konzeptionell einordnen und Kunden anschaulich vermitteln? Schau dir die Weiterbildung Interior Design (IHK) an und prüfe, wie die Arbeit an einem eigenen Raumkonzept zu deinem Ziel passt.

3 Monate berufsbegleitend

Live in Bochum oder online

Eigenes Interior-Projekt

IHK-Zertifikat bei erfolgreichem Abschluss und Erfüllung der Teilnahme- und Leistungsanforderungen.

Interior Design weiter erkunden

Gruppe von Interior Designern beim Beratungsgespräch

01 – Einen Raum richtig ausmessen

Maßgefertigte Einbauten benötigen eine verlässliche Bestandsaufnahme. Der Beitrag „Einen Raum richtig ausmessen“ erklärt, wie Wände, Winkel, Öffnungen, Höhen und Besonderheiten dokumentiert werden.


02 – Innenraumaufrisse zeichnen

Frontgliederung, Höhen und Beziehungen zur Architektur werden im Aufriss sichtbar. Im Artikel „Innenraumaufrisse zeichnen“ erfährst du, wie Wandansichten systematisch aufgebaut werden.


03 – Möbel richtig im Raum positionieren

Ein Möbel muss mit Laufwegen, Blickrichtungen und anderen Einrichtungsgegenständen zusammenarbeiten. Der Beitrag „Möbel richtig im Raum positionieren“ zeigt die wichtigsten Grundlagen.


04 – Farb-, Licht- und Materialkonzepte präsentieren

Materialauswahl und Raumwirkung müssen Kunden verständlich vermittelt werden. Der Artikel „Farb-, Licht- und Materialkonzepte präsentieren“ erklärt geeignete Darstellungsformen.

Die Weiterbildung „Interior Design (IHK)“ ist eine berufliche Zusatzqualifikation. Sie ersetzt kein Studium der Innenarchitektur und berechtigt nicht zur Führung der geschützten Berufsbezeichnung „Innenarchitektin“ oder „Innenarchitekt“. Der Lehrgang endet mit einem lehrgangsinternen Kompetenznachweis und einem IHK-Zertifikat, nicht mit einer öffentlich-rechtlichen IHK-Prüfung.

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